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Rennen um das Weiße HausJoe Bidens Albtraum-Szenario könnte jetzt tatsächlich wahr werden

US-Präsident Joe Biden Ende September im Roosevelt Room im West Wing des Weißen Hauses: Sein Albtraum-Szenario könnte jetzt wahr werden.

US-Präsident Joe Biden Ende September im Roosevelt Room im West Wing des Weißen Hauses: Sein Albtraum-Szenario könnte jetzt wahr werden.

Wird es im November 2024 zu einem weiteren Duell zwischen Joe Biden und Donald Trump kommen? Das wäre gut möglich, ist aber noch keineswegs sicher. Das Rennen um das Weiße Haus hat längst begonnen, jetzt könnte ein Albtraum-Szenario für Biden wahr werden. 

von Martin Gätke (mg)

Auf der einen Seite steht er: Ex-US-Präsident Donald Trump, der aktuell zwar tief im juristischen Sumpf feststeckt. Aber in den Umfragen derzeit all seine republikanischen Herausforderer und eine Herausforderin weit hinter sich lässt.

Auf der anderen Seite steht Joe Biden, der es noch einmal versuchen will: Er will Präsident der Vereinigten Staaten bleiben, bis er 86 ist. Und trifft dabei selbst in seiner eigenen Partei auf nicht allzu viel Euphorie: Zwar gilt der US-Präsident als einer der erfolgreicheren der jüngeren Geschichte, allerdings missfällt der Mehrheit im Land die Aussicht auf eine zweite Biden-Amtszeit. Drei Viertel der US-Amerikanerinnen und -Amerikaner wollen nicht, dass der 80-Jährige noch einmal kandidiert.

US-Wahl 2024: Wird das Albtraum-Szenario für Biden wahr?

Doch je größer die Kritik an Biden in den vergangenen Monaten geworden ist, desto mehr hat sich die Demokratische Partei hinter ihn gestellt. Die Herausforderinnen und Herausforderer haben bislang geschwiegen zu der Frage: Ist Biden überhaupt der Richtige? 

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Nun hat einer von Bidens Herausforderern angedeutet, dass er die Demokratische Partei gar verlassen könnte. Es wäre ein Albtraumszenario für Biden und seine geringen Zustimmungswerte. 

Robert F. Kennedy, einer der Söhne von Robert „Bobby“ Kennedy, der 1968 bei einem Attentat starb, fünf Jahre nachdem sein Bruder, der damalige US-Präsident John F. Kennedy, ebenfalls erschossen worden war, könnte dafür sorgen. Er war der zweite Demokrat, der seine Bewerbung für die Präsidentschaftskandidatur 2024 offiziell eingereicht hat. Nun wurde er in diesem Monat in einer Stadthalle in North Charleston (South Carolina) gefragt, ob er sich eine unabhängige Kandidatur für das Weiße Haus vorstellen.

Kennedy sagt zwar seit Monaten, er sei entschlossen, seine Verbindungen zu jener Partei, die seit langem fest mit dem Kennedy-Clan verbunden ist, beizubehalten.

Doch nun flirtet er auch mit anderen Möglichkeiten, sagte jüngst in Richtung des Democratic National Committee, das den Wahlkampf koordiniert: „Sie versuchen sicherzustellen, dass ich überhaupt nicht am politischen Prozess teilnehmen kann, und deshalb werde ich mir alle Optionen offen halten.“ Das berichtet „Newsweek“.

Die Demokratische Partei befürchtet, dass ein Kandidat oder eine Kandidatin einer der Drittparteien in den USA beitreten – und so Biden Stimmen wegnehmen könnte. Dies wiederum könnte dann Trump dabei helfen, 2024 wiedergewählt zu werden. „Das Letzte, was Biden jetzt braucht, ist Robert Kennedy Jr., der für die Libertarian Party kandidiert“, erklärte der politische Berater Jay Townsend gegenüber „Newsweek“. „Daraus wird nichts Gutes für Biden entstehen.“

US-Wahl: Präsident Biden ist auch in der eigenen Partei unpopulär

Die Libertarian Party (deutsch: Libertäre Partei) gehört zu den größeren „Drittparteien“ der USA, die neben den seit über 160 Jahren dominierenden zwei großen Parteien existieren. Eine in der vergangenen Woche veröffentlichte Umfrage ergab, dass ein Drittel der Demokratinnen und Demokraten für Kennedy stimmen würde, wenn er nicht für die Demokratische Partei kandidieren würde – zuvor waren es 25 Prozent. Im Juli soll sich Kennedy zudem privat mit Angela McArdle getroffen haben, der Vorsitzenden der Libertarian Party – ein Treffen, über das wenig bekannt ist.

„Die Tatsache, dass Präsident Biden so unpopulär ist, dass ein Drittel der Demokraten bei den Wahlen für einen unabhängigen Kandidaten stimmen würde, unterstreicht die Bedeutung einer fairen Vorwahl“, sagte ein Sprecher von Kennedys Kampagne gegenüber „Newsweek“.

Gary Johnson, ehemaliger republikanischer Gouverneur von New Mexico, der 2012 und 2016 Präsidentschaftskandidat der Libertarian Party war, wies darauf hin, dass eine Kandidatur Kennedy für die Partei helfen könnte, jene Wählerschaft anzuziehen, die keinen weiteren demokratischen Präsidenten wählen wollen. „Ich würde sofort für ihn stimmen, weil er nicht Biden und nicht Trump ist“, sagt er.

Für Biden wäre das ein Albtraum, wie auch ein enger Vertrauter in dem Bericht erklärt: „Bei einer knappen Wahl zählt jede Stimme. Haben die Leute das im Hinterkopf? Auf jeden Fall. Müssen wir vorsichtig sein, wenn wir uns auf den Weg machen? Ja, das müssen wir.“