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Doppel-Schock bei NetflixGewinnprognose enttäuscht Anleger, langjähriger Chef geht

Netflix

Copyright: Fabian Sommer/dpa

Netflix gab den Bieterkampf um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers verloren.

Der Streaming-Dienst schockt die Börse und ein Urgestein sagt Adieu.

Doppelschock für Netflix-Fans: Kurs bricht ein & Gründer schmeißt hin. Das ist ein harter Schlag für Investoren! Die Papiere des Streaming-Riesen brachen nachbörslich zeitweise um über neun Prozent ein. Auslöser war eine Prognose für den Gewinn, welche die Wall Street auf dem falschen Fuß erwischte.

Düstere Aussicht trotz Mega-Gewinn

Der Streaming-Anbieter erwartet für das aktuelle Quartal lediglich einen operativen Ertrag von 78 US-Cent pro Anteilsschein. Experten waren im Durchschnitt von 84 Cent ausgegangen, meldet die dpa. Diese Meldung verunsicherte die Investoren stark. Denn nach dem Ausstieg aus dem Wettbieten um Warner Brothers hatten sie auf deutlich mehr Profit gehofft.

Was die Sache so verrückt macht: Das abgelaufene Quartal war für den Streaming-Service ein voller Erfolg. Die Einnahmen stiegen um 16 Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar. Der Profit schoss sogar um beinahe 83 Prozent auf 5,28 Milliarden Dollar in die Höhe. Je Anteilsschein machte Netflix einen Verdienst von 1,23 Dollar – und lag damit weit über allen Prognosen.

Abschied einer Legende: Reed Hastings macht Schluss

Aber die Hiobsbotschaften rissen nicht ab. Mit der Präsentation der Geschäftszahlen wurde eine wichtige Personalie bekannt gegeben: Mitbegründer und viele Jahre an der Spitze, Reed Hastings (65), zieht sich aus dem Aufsichtsgremium zurück. Wenn sein Mandat im Juni endet, kandidiert er nicht erneut, hieß es.

Ein gescheitertes Geschäft trägt ebenfalls zur nervösen Atmosphäre bei. Netflix hatte sich eigentlich auf den Kauf des Studio- und Streaming-Bereichs von Warner Brothers geeinigt. Dann aber funkte Konkurrent Paramount mit einer kostspieligeren Offerte für das komplette Unternehmen dazwischen. Daraufhin machte Netflix einen Rückzieher, anstatt mit einem teureren Gebot dagegenzuhalten. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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