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„Ihr seid nicht das Problem“CDU-Sozialflügel-Chef rechnet mit der eigenen Partei ab

Bundestagung Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft

Copyright: Florian Wiegand/dpa

CDA-Chef Radtke mahnt: Sozialpartner und -verbände sollen bei Reformen mit am Tisch sitzen.

CDU-Sozialflügel-Chef Radtke warnt vor Agenda-2010-Fehler

Dennis Radtke, der Chef des CDU-Sozialflügels, richtet einen dringenden Appell an seine Partei. Er pocht darauf, bei den bevorstehenden Reformvorhaben die Sozialpartner und -verbände unbedingt einzubeziehen. „An diesem Prozess, das halte ich für extrem wichtig, für überlebenswichtig, müssen am Ende auch die Sozialpartner beteiligt werden“, äußerte Radtke laut dpa während der Bundestagung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in Marburg, Hessen. Wenn es um soziale Veränderungen gehe, sei auch die Mitwirkung der Sozialverbände zwingend erforderlich.

Radtke zieht einen Vergleich zur Agenda 2010 und mahnt, einen solchen Fehler nicht zu wiederholen. Seinerzeit habe man Beschlüsse „mit aller Macht auf den Weg“ gebracht, doch das Ergebnis war, „aber am Ende dann das halbe Land damit angezündet“ zu haben. Diese eindringliche Mahnung richtet er an seine Parteikollegen.

Radtkes Frust: Ideen werden „sofort zerredet“

Radtke prognostiziert für die CDU und die Große Koalition herausfordernde Wochen voller Auseinandersetzungen. „Aber mir ist wichtig, dass wir am Ende ein Gesamtpaket haben.“ Der CDA-Chef bemängelt, dass zu viele gute Ansätze sofort im Keim erstickt werden.

„Und ich finde, wir müssen jetzt alles dafür tun, dass wir ein vernünftiges Gesamtpaket bekommen, wo nicht jedes einzelne Werkstück, was irgendwann dann und wann mal vorgestellt wird, sofort öffentlich wieder zerredet und kaputt geredet wird.“

Kommunikation ist der „Dreh- und Angelpunkt“

Für Radtke ist die Kommunikation der alles entscheidende Punkt. Er ist der Ansicht, seine Partei habe sich in der letzten Zeit durch ihre Außendarstellung an manchen Stellen unnötig verwundbar gemacht.

„Natürlich kann man ganz objektiv darüber reden, wie können wir die Produktivität in unserem Land erhöhen“, sagte Radtke. Man könne vielleicht auch über mehr Arbeitsstunden diskutieren. „Aber wenn bei dieser Diskussion der Eindruck entsteht, viele in unserem Land hätten einfach keinen Bock und würden sich einfach nicht anstrengen und gehen gar nicht mehr runter von der Couch, das ist einfach fatal, weil dann fühlen sich einfach auch die Falschen in dieser Debatte getriggert.“

Radtkes Appell: „Positive Zukunftserzählung“ statt Angst

„Wenn wir auch als Union wieder erfolgreicher werden wollen, müssen wir mit schwarzmalerischer Rhetorik, mit angstmachender Rhetorik aufhören“, unterstrich er, wie die dpa berichtet. „Wir brauchen eine positive christdemokratische Zukunftserzählung.“

Dies heiße jedoch nicht, den Bürgern Märchen zu erzählen. „Sondern den Leuten klipp und klar sagen: Ihr seid nicht das Problem. Sondern wir wollen ganz reale Probleme lösen, damit ihr euch auch in Zukunft auf soziale Sicherheit in diesem Land verlassen könnt.“ (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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