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„Höhle der Löwen“TV-Star schreibt Brandbrief an Finanzminister Klingbeil

Andreas Herb bei „Die Höhe der Löwen“

Copyright: Tim Bruns/RTL/dpa

Seit der 20. Staffel ist Andreas Herb bei „Die Höhe der Löwen“ dabei.

Aktualisiert:

Mit einem Brandbrief richtet sich der „Höhle der Löwen“-Investor direkt an den Finanzminister Lars Klingbeil – und rechnet schonungslos mit dessen Finanzpolitik ab.

Die Finanzpolitik von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) stößt zuletzt immer wieder auf Kritik. Jetzt schaltet sich eines der neuen Gesichter bei „Die Höhle der Löwen“ ein und richtet sich mit einem Brandbrief direkt an den Finanzminister.

Der TV-Star Andreas Herb ist nicht irgendwer. In den 1990er-Jahren gründete er das heutige Getränkeunternehmen „MBG“, dessen Marken wie „Salitos“, „Effect“ und Co. heute in vielen Supermärkten zu finden sind.

„Zunehmend nicht mehr ertragen“: Unternehmer macht seinem Ärger mit Finanzpolitik Luft

Jetzt wählt der Unternehmer bewusst den Weg in die Öffentlichkeit, um seine Verärgerung über die aktuelle Finanzpolitik zu zeigen. Innerhalb kürzester Zeit findet sein Beitrag viel Anklang.

„Heute beziehen über 300 Familien durch unser Unternehmen ihr Einkommen. Hinter jedem dieser Arbeitsplätze stehen Menschen, Familien, Verpflichtungen und Existenzen“, schreibt Herb zu Anfang in seinem Brandbrief, den er inzwischen auch in den sozialen Medien veröffentlicht hat.

Seit drei Jahrzehnten trage er jetzt Verantwortung in Deutschland, investiere, zahle Steuern und schaffe Arbeitsplätze. Die aktuelle Finanzpolitik könne er deshalb „zunehmend nicht mehr ertragen“.

„Höhe der Löwen“-Investor Andreas Herb sieht Staat im Zugzwang

Für Herb ist klar: Jeden Tag müsse er selbst schauen, wie er mit den vorhandenen Mitteln auskomme. Wenn bei ihm die Kosten steigen würden, könne er nicht einfach eine „Sonderabgabe“ aus dem Hut ziehen. Stattdessen müsse er priorisieren, effizienter werden und Inventionen hinterfragen.

Doch beim Staat habe er inzwischen einen ganz anderen Eindruck gewonnen. „Wenn das Geld nicht reicht, wird nicht zuerst konsequent gespart – es wird geschöpft“, meint Herb.

In seinen Augen findet man zudem einen „wohlklingenden Deckmantel“ wie Gesundheit, Umwelt, Nachhaltigkeit oder soziale Verantwortung. Und Bürger und Unternehmen sollen dafür blechen.

Herb hat eine einfache Frage an SPD-Finanzminister Lars Klingbeil

„Irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem man erwarten darf, dass der Staat nicht reflexartig nach neuen Einnahmen sucht, sondern endlich mit derselben Konsequenz seine eigenen Ausgaben hinterfragt, die er von jedem Unternehmen und jedem privaten Haushalt selbstverständlich verlangt“, schlussfolgert der Unternehmer aus Paderborn.

Seine konkrete Aufforderung an Finanzminister Klingbeil ist deshalb, einen „nachvollziehbaren Sparplan“ vorzulegen.

„Bevor Sie über die nächste Steuer, Abgabe oder vermeintlich gut gemeinte Lenkungsabgabe sprechen, beantworten Sie bitte eine sehr einfache Frage: Wo sparen Sie selbst – in welcher Höhe und bis wann?“, fragt er an den Finanzminister gerichtet.

Die Veröffentlichung des Brandbriefes erlangte schnell große Aufmerksamkeit. Mehr als 40.000 Menschen haben den Beitrag in den sozialen Medien mit „Gefällt mir“ markiert. Ob er eine Antwort von Klingbeil bekommt, ist aktuell noch unklar. (bas)