2

Hammer-Urteil gegen GoogleKonzern haftet direkt für falsche Antworten seiner KI

Landgericht München I

Copyright: Frank Leonhardt/dpa

Nach einem Urteil des Landgerichts München I haftet Google für die generierten KI-Übersichten in der Google-Suche. (Archivbild)

Gerichtsurteil: Google haftet für falsche KI-Aussagen.

KI lügt, Google zahlt! Münchner Gericht verpasst Tech-Riesen eine Klatsche. Wenn die Google-KI Mist über dich erzählt, muss der Konzern dafür geradestehen. Ein Gericht in München hat jetzt ein Urteil gefällt, das dem Internet-Giganten richtig wehtun könnte. Das ist ein Sieg für alle, die im Netz zu Unrecht an den Pranger gestellt werden.

Ein Urteil mit Sprengkraft kommt aus der bayerischen Landeshauptstadt: Der Internet-Gigant Google muss für falsche Behauptungen seiner Künstlichen Intelligenz (KI) geradestehen. Das hat das Landgericht München I jetzt entschieden. Aber: Das Urteil ist noch nicht in Stein gemeißelt, Google kann noch dagegen vorgehen.

Der Auslöser: Zwei Verlage aus München hatten die Nase voll und zogen gegen den Internet-Riesen vor Gericht. Googles „Übersicht mit KI“ hatte die beiden Firmen fälschlicherweise in die Ecke von Betrügern und Abzockern gestellt. Die KI warf dabei Infos über tatsächlich zwielichtige Anbieter mit den Verlagen in einen Topf und erfand dreist Verbindungen, die es nirgendwo gab – nicht mal in den Quellen, die Google selbst angegeben hatte.

Gericht knallhart: KI-Texte sind Googles eigene Aussagen

Vor Gericht ging es um die Kernfrage: Sind diese KI-Antworten nur normale Suchergebnisse oder etwas Eigenes? Google versuchte sich rauszureden: Man sei nicht für die Daten verantwortlich und würde sich die fremden Inhalte ja nicht zu eigen machen.

Doch mit dieser Ausrede kam der Konzern nicht durch. Die Richter machten deutlich, dass die KI-Zusammenfassung viel mehr als nur ein Link ist. Weil die KI die Infos neu formuliert, bewertet und sortiert, erschafft Google eine komplett neue, eigene Aussage. Die bisherige Rechtsprechung, die Suchmaschinen bei reinen Link-Listen schützt, gilt hier also nicht mehr.

Googles absurde Verteidigung: Nutzer sollen selbst Fakten checken

Auch die nächste Verteidigungstaktik von Google zündete nicht. Der Konzern meinte doch allen Ernstes, die Leute könnten die Quellen ja selbst prüfen und wüssten, „dass den mit KI generierten Informationen nicht blind vertraut werden dürfe“. Das sahen die Richter komplett anders. Für das Gericht ist so eine KI-Übersicht eine „abgeschlossene Aussage mit eigenständig verständlichem Inhalt“. Für den Leser gibt es keinen Grund, an der Richtigkeit zu zweifeln. Nur weil man nachforschen könnte, ist Google noch lange nicht aus der Verantwortung für die Rufschädigung entlassen.

Das Gericht verbot Google, die falschen Behauptungen weiter zu verbreiten. Außerdem muss der Konzern 80 Prozent der Prozesskosten übernehmen. Ein Sprecher von Google teilte mit: „Wir investieren viel in die Qualität der KI-Übersichten, um sicherzustellen, dass die überwiegende Mehrheit der Antworten korrekte Informationen liefert.“ Man werde die Entscheidung nun genau prüfen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Kundgebung der IG Metall für die Zukunft der Stahlindustrie
Stahl-Arbeiter schlagen Alarm
Demo in Berlin: Sorge um Zehntausende Arbeitsplätze in der Branche