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Hacker legen Supermärkte lahmWie groß ist die Gefahr jetzt in NRW?

Cyber-Kriminelle haben in Frankreich Kühltheken lahmgelegt.

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Cyber-Kriminelle haben in Frankreich Kühltheken lahmgelegt.

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Cyberkriminelle haben in Frankreich Kühltheken lahmgelegt. Tonnenweise Essen ist ungenießbar. Wie sicher sind die Läden bei uns?

Ein Horror-Szenario für alle, die einkaufen gehen! Cyberkriminelle haben in Frankreich die Kühlsysteme von Supermärkten lahmgelegt. Anstatt die Ware frisch zu halten, liefen die Anlagen auf Hochtouren und erhitzten alles. Das Resultat: Unmengen an Nahrungsmitteln mussten weggeworfen werden. Zu den Opfern zählen bekannte Supermarktketten wie Carrefour, Intermarché, Leclerc und Monoprix. Behörden sind nun dabei, die genauen Umstände des Angriffs zu ermitteln.

Die Methode der Täter war schockierend einfach. Christopher Kunz, ein Redakteur für IT-Sicherheit von „Heise Online“, beschreibt das Problem: „Diese Kühlschränke haben eine Webadministrations-Oberfläche, so wie der Router zu Hause.“ Über das Internet war diese Steuerung bei den betroffenen Märkten erreichbar – geschützt durch ein simples Standardpasswort, vergleichbar mit „1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8“. Für die Angreifer war es ein Leichtes, „die Temperatur auf 50 Grad“ zu setzen. Das berichtet der WDR.

Nächster Fall in Holland – was heißt das für uns in NRW?

Aber die Attacke in Frankreich war kein Einzelfall. Am Sonntag traf es auch die Niederlande. Dort berichtete der Handelsriese Ahold Delhaize, Mutterkonzern von Albert Heijn, von gravierenden Störungen in seiner IT‑Infrastruktur. Nichts ging mehr: Weder die Internetseite noch die Apps oder Online-Bestellungen funktionierten. Zur Sicherheit fuhr das Unternehmen alle betroffenen Systeme herunter.

Noch ist unklar, ob bei Albert Heijn wirklich Kriminelle am Werk waren, doch IT-Spezialist Kunz vermutet es stark. Das wirft die bange Frage für die Menschen in NRW auf: Sind unsere Supermärkte die nächsten?

Die erschreckende Wahrheit: Ja, das Risiko besteht. Hiesige Lebensmittelhändler wie Rewe, Edeka, Aldi oder Kaufland setzen ebenfalls auf digitalisierte Prozesse und vernetzte Geräte, was sie zu einem möglichen Ziel macht. Große Angriffe auf IT-Infrastrukturen seien laut Kunz mittlerweile an der Tagesordnung. Eine WDR-Nachfrage ergab jedoch, dass die REWE Group, Lidl Deutschland sowie Kaufland bislang von solchen Attacken verschont geblieben sind und Entwarnung geben.

IT-Profi warnt: Infrastruktur ist angreifbar

Diese Ereignisse machen deutlich, wie angreifbar die heutige Infrastruktur geworden ist. Mit jedem Gerät, das online geht, wächst die potenzielle Bedrohung. Laut Christopher Kunz scheitern die meisten Unternehmen nicht an raffinierten Cyber-Angriffen, sondern an grundlegenden Sicherheitsmängeln. Häufig werden Aktualisierungen verspätet aufgespielt oder einfache Kennwörter bleiben unverändert.

Das Risiko nimmt sogar noch zu, da Künstliche Intelligenz es Kriminellen erleichtert, Sicherheitslücken aufzudecken. Eine hundertprozentige Sicherheit ist eine Illusion, was Kunz mit einer alten Weisheit der IT-Branche illustriert: „Das eigentlich sichere IT-System liegt in einem Safe auf dem Grunde des Meeres.“ Deshalb sei es entscheidend, Geld in die Cyber-Abwehr zu stecken, um Angreifern das Leben maximal zu erschweren. (red)