Glyphosat-Streit: Bayer hofft auf den Supreme Court.
Milliarden-Streit um GlyphosatJetzt entscheidet der US Supreme Court über die Milliarden-Klagen

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Bayer macht sich Hoffnung, dass ein positives Grundsatzurteil im Fall «Durnell» dabei helfen könnte, das teure Thema in absehbarer Zeit abschließen zu können. (Archivbild)
Riesen-Hoffnung bei Bayer in Leverkusen! Der Chemie-Gigant blickt im teuren Streit um Glyphosat gebannt auf den Supreme Court in den USA. Dort könnte eine Grundsatzentscheidung fallen, die alles verändert. Die zentrale Frage: Gilt das Recht des Bundes oder dürfen einzelne Staaten eigene Regeln machen?
Die Position von Bayer und der US-Regierung ist klar, wie die dpa meldet. Sie sagen: Wenn die US-Umweltbehörde ein Etikett genehmigt, können nicht einzelne Bundesstaaten einfach andere Warnungen vorschreiben. Das würde nur zu einem chaotischen „Flickenteppich an Warnhinweisen“ führen. Es kann nicht sein, so die Argumentation, dass Firmen bestraft werden, weil sie sich an die Gesetze des Bundes halten.
Supreme Court: Richter sind sich uneins
Doch bei der Anhörung vor dem Gericht wurde schnell klar: Das wird kein Selbstläufer. Die Richter zeigten sich gespalten. Während Richter Brett Kavanaugh andeutete, dass einheitliche Warnhinweise sinnvoll sein könnten, warf der Vorsitzende John Roberts eine kritische Gegenfrage auf: Sollte es den Bundesstaaten nicht gestattet sein, auf neu entdeckte Gefahren aufmerksam zu machen?
Für Bayer hängt alles am Fall „Durnell“. Ein Sieg hier, so die große Hoffnung, könnte endlich einen Schlussstrich unter das kostspielige Kapitel ziehen. In einer Stellungnahme des Konzerns heißt es dazu: „Ein Urteil zugunsten des Unternehmens würde die nötige regulatorische Klarheit bringen, um in den USA zugelassene und neue Produkte für Landwirte und Verbraucher auf den Markt zu bringen“.
Darum geht es im Fall „Durnell“
Die obersten Juristen der USA stehen also vor einer weitreichenden Entscheidung: Hat das Bundesgesetz bei Warnungen für Unkrautmittel Vorrang vor den Gesetzen der Einzelstaaten, so wie Bayer es fordert? Der konkrete Fall, um den es geht, ist der von John Durnell. Seine Klage wurde im Oktober 2023 in St. Louis verhandelt.
Damals sahen es die Geschworenen als erwiesen an, dass der Konzern eine Warnung vor Krebsrisiken hätte anbringen müssen. Sie verurteilten Bayer zur Zahlung einer hohen Summe an den Kläger. Genau diesen Fall hat sich der Konzern nun gezielt ausgesucht, um ihn vor das höchste Gericht der USA zu bringen und eine für alle künftigen Prozesse bindende Entscheidung zu erwirken. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
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