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Führerschein-HammerMinister will Kosten für Fahrschüler drastisch senken

Fahrschule

Copyright: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Ab 1. Januar 2027 sollen die neuen Regeln für den Führerschein gelten - so zumindest der Wunsch von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU).

Endlich! Der Führerschein soll viel billiger werden.

Der Lappen ist für viele junge Leute ein teurer Spaß. Aber das könnte sich bald ändern. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) plant, die Fahrausbildung umzukrempeln und viel erschwinglicher zu gestalten. Sein Plan: Das Gesetzgebungsverfahren noch dieses Jahr über die Bühne bringen, sodass die neuen Bestimmungen mit dem 1. Januar 2027 wirksam werden.

Im Anschluss an das Treffen der Verkehrsminister (VMK) in Lindau zeigte sich der Minister optimistisch, sein „sehr ambitioniertes Ziel“ zu schaffen, so meldet es die dpa. Die Runde der Minister steht geschlossen hinter den Vorhaben. „Unser gemeinsames Ziel ist ein günstiger Preis“, unterstrich auch Christian Bernreiter (CSU), der Verkehrsminister von Bayern.

Besondere Eile bei der Führerschein-Reform

Und es muss schnell gehen! Der Grund ist ernst: Seit die Reformpläne auf dem Tisch liegen, halten sich viele angehende Fahrschülerinnen und Fahrschüler mit ihrer Anmeldung zurück, weil sie auf niedrigere Preise hoffen. Das bekommen die Fahrschulen schon deutlich durch sinkende Registrierungen zu spüren.

Verkehrsministerkonferenz

Copyright: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Bund und Länder sind sich einig - die Kosten für den Führerschein müssen schnell runter.

Die Bundesländer finden besonders die geplante Kürzung bei den Pflicht-Sonderfahrten gut. Anstelle der bisherigen 12 Fahrten sollen in Zukunft nur noch ein Minimum von drei notwendig sein. Die finale Zahl der Fahrten liegt dann im Entscheidungsbereich der jeweiligen Fahrschule. Zudem soll Vorerfahrung aus anderen Führerscheinklassen mehr Gewicht bekommen.

Weniger Sonderfahrten und digitale Theorie

Fest steht aber auch: Auf Fahrstunden komplett zu verzichten oder die Ausbildung nur am Simulator zu machen, kommt nicht infrage. Mehr Spielraum ist hingegen für den Theorieunterricht geplant: Dieser soll zukünftig als Präsenzveranstaltung, in hybrider Form oder auch vollständig digital absolviert werden können. Obendrein wird der Fragenkatalog um circa 30 Prozent gestutzt.

Eltern als Fahrlehrer? Minister plant Experiment

Ein Thema sorgt aber weiter für Diskussionen: die private Ausbildung, bei der etwa Eltern ihre eigenen Kinder anlernen. Minister Schnieder möchte hierfür jedoch einen Testlauf per Klausel im neuen Gesetz festschreiben. Im Anschluss an eine Probezeit wird das Konzept dann evaluiert. Als Vorbild dienen gute Erfahrungen aus anderen Staaten wie Österreich und Luxemburg.

Diese Neuerung könnte für zahllose junge Leute und ihre Familien, gerade auch bei uns in Köln und Umgebung, eine gewaltige finanzielle Entlastung bringen. Ob der Minister seinen ambitionierten Fahrplan halten kann, wird sich in der nächsten Zeit herausstellen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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