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+++ EILMELDUNG +++ Ex-BND-Präsident August Hanning wegen Spionageverdacht festgenommen

+++ EILMELDUNG +++ Ex-BND-Präsident August Hanning wegen Spionageverdacht festgenommen

Ex-BND-PräsidentAugust Hanning wegen Spionageverdacht festgenommen

Aktualisiert:

Der frühere Chef des Bundesnachrichtendiensts (BND), August Hanning, ist übereinstimmenden Medienberichten zufolge am Dienstag wegen Spionageverdachts festgenommen worden.

Der ehemalige BND-Präsident August Hanning ist wegen Spionageverdachts festgenommen worden. Der Generalbundesanwalt ermittelt unter anderem wegen des mutmaßlichen Auskundschaftens von Staatsgeheimnissen und geheimdienstlicher Agententätigkeit, wie die Karlsruher Behörde mitteilte.

Ebenfalls festgenommen wurde nach Angaben des Generalbundesanwalts ein enger Mitarbeiter Hannings. Dieser soll dem ehemaligen BND-Chef auch nach dessen Dienstzeit Erkenntnisse des Nachrichtendienstes weitergegeben haben, die Hanning für seine Beratertätigkeit genutzt haben soll.

Ex-BND-Präsident festgenommen: Das sind die Vorwürfe

Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass der Mitarbeiter Hanning geheime Informationen verkauft habe. Dieser habe die Informationen gewinnbringend verwerten wollen. Einmal habe er für einen Mitarbeiter eines fremden geheimdienstlichen Sicherheitsapparats eine Analyse erstellt. Außerdem habe er in intensivem Austausch gestanden mit einem Angehörigen eines anderen staatlichen Geheimdiensts. Diesen habe er jahrelang mit politischen Informationen versorgt.

Hanning leitete den Bundesnachrichtendienst von 1998 bis 2005, danach war er Staatssekretär im Bundesinnenministerium. Im Anschluss wechselte Hanning in die Privatwirtschaft und arbeitete als Sicherheitsberater.

Zuletzt stand er auch im Fokus wegen einer möglichen Beteiligung an der Entführung der Kinder der Hamburger Unternehmerin Christina Block. Der frühere Präsident des Bundesnachrichtendiensts und ein pensionierter Beamter des Landeskriminalamts (LKA) Hamburg stünden im Verdacht, als Verantwortliche einer Sicherheitsfirma 2022 einen Auftrag von Christina Block zur Kindesentziehung angenommen zu haben, hatte die Staatsanwaltschaft im Herbst 2025 mitgeteilt. (dpa/afp/red)