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Deutschland drückt aufs KI-GasRegierung will Rechenzentren verdoppeln – das steckt dahinter

Spatenstich Schwarz Digits Rechenzentrum

Copyright: Frank Hammerschmidt/dpa

Die Bundesregierung plant, die Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland massiv auszubauen. (Symbolbild)

Die Bundesregierung will Deutschland an die KI-Spitze katapultieren.

Damit Deutschland im weltweiten Tech-Rennen nicht auf der Strecke bleibt, hat die Bundesregierung einen gewaltigen Plan. Die Kapazitäten der Rechenzentren sollen bis 2030 im Vergleich zu 2025 mindestens verdoppelt werden. Für den Bereich Künstliche Intelligenz (KI) ist sogar eine Vervierfachung der Leistung geplant. Grundlage ist ein Strategiepapier aus dem Digitalministerium.

„Damit wollen wir im Rennen bleiben, um in Europa weiterhin zu führen, aber eben auch international sehr attraktiv zu bleiben“, erklärte Digitalminister Karsten Wildberger (CDU). Der Grund für diese Initiative ist der explosionsartig steigende globale Hunger nach Rechenpower, angefacht durch KI und die fortschreitende Digitalisierung. Mit einem Bündel von 28 Einzelmaßnahmen soll die Position Deutschlands als souveräner und führender Daten-Hub in Europa gefestigt werden.

Geldsegen für Kommunen: Neue Zentren auf alten Industriebrachen

Damit neue Datenzentren schneller entstehen, nimmt die Regierung verfügbare Flächen und die Genehmigungsverfahren ins Visier. Besonders im Fokus stehen „Brownfield“-Areale, also Industriebrachen. Das können zum Beispiel ehemalige Kraftwerksstandorte sein, etwa im Rheinischen Revier oder in Lübbenau im Spreewald, da diese bereits über eine gute Netzanbindung verfügen.

Und damit die Leute vor Ort auch was davon haben, ist ein finanzieller Bonus geplant: Die Gewerbesteuer soll zukünftig direkt an die Kommune gezahlt werden, wo sich das Datenzentrum befindet. Wie die dpa meldet, würde das im Fall des geplanten riesigen Zentrums der Schwarz-Gruppe (Lidl/Kaufland) in Lübbenau heißen: Das Geld fließt nach Lübbenau und nicht mehr an den Firmensitz in Neckarsulm.

Grüner Strom und Heizung für alle: So soll's klappen

Ein riesiges Hindernis ist aber der Strom. Der Zugang zum Netz ist ein echtes Nadelöhr, weil die Branche mit anderen Projekten wie Batteriespeichern um Kapazitäten kämpft. Zukünftig sollen Netzanschlüsse laut dem Papier danach vergeben werden, wie konkret ein Vorhaben bereits ist. Das oberste Ziel bleibt aber die Nachhaltigkeit: Die Datenzentren sollen schon bald komplett mit 100 Prozent Ökostrom betrieben werden.

Die gewaltige Hitze, die von den Servern produziert wird, soll außerdem nicht einfach in die Luft geblasen werden. Die Bundesregierung plant, sich in der EU dafür starkzumachen, dass diese Abwärme steuerfrei an kommunale Wärmenetze weitergegeben werden kann.

Europas Antwort auf Amazon, Google & Co.

Ein zentraler Punkt der Strategie ist auch, die Abhängigkeit von den großen Tech-Konzernen aus Übersee zu reduzieren. Gemeint sind Giganten wie Amazon AWS, Google Cloud oder Microsoft Azure. Deshalb sollen die neuen Rechenzentren vorzugsweise von Firmen aus Deutschland und Europa errichtet und betrieben werden.

Als Vorzeigeprojekt ist die Förderung für den Bau von mindestens einer kommerziellen „KI-Gigafabrik“ hierzulande geplant. Diese soll in einer Kooperation von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft unter europäischer Leitung entstehen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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