Königspaar entsetzt: Ihre Liebesgeschichte wird verfilmt.
„Ich finde es schrecklich“König Carl Gustaf über neue Serie zu seiner Liebe mit Silvia

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Alicia von Rittberg wird zur jungen Silvia. (Archivbild)
Eine der größten royalen Liebesgeschichten nahm 1972 in München ihren Anfang: die zwischen der Deutschen Silvia Sommerlath und Schwedens Kronprinz Carl Gustaf. Diese aufregende und anfangs geheime Romanze wird ab Frühling 2027 in einer Serie verfilmt, in der Alicia von Rittberg und Edvin Endre die Hauptrollen übernehmen. Ihr Trick, um das Paar echt wirken zu lassen? „Es hilft wirklich, sich darauf zu konzentrieren, wie sich diese junge Liebe anfühlt und darin Abenteuer und Freude zu entdecken“, verriet von Rittberg der Deutschen Presse-Agentur.
Selbst einmal Monarchin zu sein, ist für die Schauspielerin kein erstrebenswertes Ziel. Ihr Kollege Endre findet es ebenfalls schwer, sich in die Rolle hineinzuversetzen. „Deshalb ist mein Ansatz, das Menschliche an der Geschichte von Silvia und Carl Gustav zu finden und mir wirklich anzuschauen, warum sie sich füreinander entschieden haben“, erklärte der Darsteller. Die Kameras für das Projekt rollen laut einer Sprecherin seit März und die Dreharbeiten sollen bis Ende Juni andauern. Gedreht wird in München, Berlin sowie an unterschiedlichen Orten in Schweden.
Hommage an die große Liebe
Die Serie soll eine Würdigung der royalen Ehe sein, die 2026 ihren 50. Jahrestag hat, erklären die Produzenten. Der Stichtag ist der 19. Juni 2026, gefeiert werden soll aber schon am 13. Juni. Ein Wermutstropfen: Pünktlich zur Goldenen Hochzeit wird die Serie noch nicht laufen. Die Premiere ist jedoch erst für Anfang 2027 angesetzt. Zuerst soll sie auf Prime Video und später bei Sat.1 gezeigt werden. Produzent Carsten Kelber sagte, der aktuelle Arbeitstitel sei „Queen Silvia“ und man wolle der Königin als Ikone ein Denkmal setzen.
Königshaus entsetzt: „Ich finde es schrecklich“
Das echte Königspaar ist von der Idee allerdings alles andere als begeistert. Wie schwedische Medien berichten, äußerten sie sich zuletzt sehr negativ dazu, dass ihre Lovestory als Vorlage dient. In einem Gespräch mit der Zeitung „Dagens Nyheter“ fand Carl Gustaf klare Worte: „Ich finde es schrecklich.“ Königin Silvia empfindet es laut den Berichten als „merkwürdig“, dass Fernsehserien über Menschen gemacht werden, die noch am Leben sind. „Das bedeutet, dass wir vielleicht mit Halbwahrheiten weiterleben müssen. Und dass wir vielleicht über einen Film beurteilt werden, an dem wir überhaupt nicht beteiligt sind“, äußerte sie ihre Befürchtung.
König Carl Gustaf zog in den Meldungen auch einen Vergleich zu „The Crown“, der international gefeierten Serie über die Regentschaft von Königin Elisabeth II. aus Großbritannien: „Die Figuren müssen ja von jemandem dargestellt werden, der alle Ausdrücke übertreibt, von denen man selbst weiß, dass man sie hat.“ Er befürchtet, dass dabei alles Mögliche herauskommen könnte.
Eine „sehr turbulente“ Anfangszeit
Die aus Deutschland und Brasilien stammende Silvia Sommerlath und der schwedische Thronfolger Carl Gustaf, der 1973 den Thron bestieg, begegneten sich 1972 während der Olympischen Sommerspiele in München. Dort arbeitete Silvia als Chefhostess im Organisationskomitee, während der Prinz als Gast mit der Delegation seines Landes vor Ort war. Vier Jahre vergingen bis zur Hochzeit. Genau diese Phase, die von den Schauspielern als „sehr turbulent“ beschrieben wird, steht im Fokus der ersten Staffel des Formats. (dpa/red)
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