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Düstere Dax-PrognoseExperte warnt vor dem Ende des deutschen Geschäftsmodells

Börse

Copyright: Hannes P Albert/dpa

Vor allem die Finanzbranche sorgt für steigende Gewinne im Top-Segment der deutschen Börse. (Illustration)

Dax-Bilanz: Finanz-Riesen jubeln, Auto-Bauer in der Krise

Trotz weniger Einnahmen konnten die 40 Dax-Unternehmen zu Jahresbeginn ihre Profite steigern. Eine Auswertung der Beratungsfirma EY zeigt: Die Erlöse sanken im Durchschnitt um 3,7 Prozent. Gleichzeitig schossen die Gewinne vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 4,4 Prozent in die Höhe, wenn man sie mit dem Vorjahreszeitraum vergleicht.

Das Bild ist jedoch total gespalten. Der Hauptgrund für das satte Plus ist die Finanzsparte, die ein Rekordergebnis von 15,9 Prozent einfuhr. Ganz anders die Lage bei den Industriekonzernen: Dort gab es nur eine mickrige Gewinnsteigerung von 0,5 Prozent.

Finanz-Riesen sahnen ab, Auto-Bauer in der Krise

Die größten Quartalsgewinne sicherten sich die Deutsche Telekom (5,8 Milliarden Euro), die Allianz (4,5 Milliarden Euro) und Eon (3,9 Milliarden Euro). Ein besonders starkes Wachstum zeigten neben Eon auch Siemens Energy und der Rückversicherer Munich Re.

Auf der Schattenseite stehen Zalando und die Porsche Automobil Holding. Sie sind die einzigen aus der Top-Liga, die einen Verlust für das Quartal bekannt gaben. Ein besonders düsteres Szenario zeigt sich für die Autohersteller: Jeder einzelne im Dax geführte Autobauer musste einen Gewinnrückgang verkraften.

Experte: „Geschäftsmodell Deutschland funktioniert nicht mehr“

Henrik Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung bei EY, nennt es einen Fehlstart ins neue Jahr, der bei genauerem Blick aber ein „heterogenes Bild“ zeige. „Denn trotz Konjunkturflaute glänzt die Finanzbranche mit sehr guten Zahlen, sie profitiert vom anhaltend hohen Zinsniveau, günstigen Schadenverläufen bei den Versicherungen und der hohen Marktvolatilität.“

EY-Manager Jan Brorhilker warnt eindringlich vor tiefsitzenden strukturellen Schwierigkeiten und findet klare Worte, die alarmieren: „Das bisherige Geschäftsmodell des ehemaligen Exportweltmeisters Deutschland funktioniert nicht mehr.“ China entwickle sich zum aggressiven Konkurrenten, während die Ausgaben in Deutschland einfach zu hoch seien. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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