Dänemark: Regierungskrimi! Frederiksen gibt vorerst auf.
Macht-Beben in DänemarkMinisterpräsidentin Frederiksen gibt Regierungsbildung vorerst auf

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Mette Frederiksen will Ministerpräsidentin in Dänemark bleiben. Doch ihr erster Versuch einer Regierungsbildung ist gescheitert. (Archivbild)
Regierungs-Krimi in Dänemark: Frederiksen wirft vorerst das Handtuch!
Politisches Beben bei unseren Nachbarn! Sechs Wochen nach der Wahl in Dänemark ist der Versuch von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen gescheitert, eine neue Regierung auf die Beine zu stellen. Die Sozialdemokratin empfahl am Freitagabend König Frederik X. eine neue „Königsrunde“. Bei diesem Treffen müssen alle Parteien dem Monarchen sagen, wen sie als neuen Chef für die Regierungsgespräche vorschlagen.
Bislang hatte Frederiksen mit den Rechtsliberalen und der Mitte-Partei Moderaterne des früheren Regierungschefs Lars Løkke Rasmussen regiert. Nach der Wahl Ende März bekam sie in einer ersten Runde beim König eigentlich den Auftrag, ein Bündnis mit der sozialistischen Volkspartei und den Linksliberalen zu zimmern.
Überraschende Wende: Ausgerechnet Ex-Partner stellt sich quer
Die Gespräche zogen sich jedoch hin, auch weil sie mit ihren bisherigen Kooperationspartnern verhandelte. Nach Wochen ohne greifbares Resultat kam dann die Kehrtwende: Rasmussen erklärte plötzlich, dass er nun den Chef der rechtsliberalen Venstre, Troels Lund Poulsen, als Leiter der Verhandlungen sehen will.
Wie der dänische Hof mitteilte, sollte die zweite Königsrunde noch am Freitagabend starten. Dank der Unterstützung von Rasmussen hat Poulsen damit beste Chancen, der neue Verhandlungsleiter zu werden. Er könnte nun versuchen, eine Koalition aus dem bürgerlich-konservativen Lager zu schmieden.
Ist der Traum von einer dritten Amtszeit für Frederiksen damit ausgeträumt? Nicht unbedingt. Sie könnte am Ende trotzdem wieder an der Spitze der Regierung stehen. Vorerst müsste sie die Verhandlungen aber aus der zweiten Reihe verfolgen und hätte nicht mehr den Hut auf. (dpa/red)
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