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Cyber-Mafia am BodenPolizei macht weltgrößte Daten-Klitsche dicht

Europol

Copyright: Jerry Lampen/anp/dpa

Europol koordinierte den Schlag gegen Cyberkriminelle. (Archivbild)

Ein harter Hieb gegen das organisierte Verbrechen im Netz! Fahnder haben eine der global größten Handelsplätze für geklaute Informationen lahmgelegt. Die Operation erstreckte sich über 14 Nationen, mit Servern in den Niederlanden und Verbindungen bis nach Deutschland.

Leakbase hieß die illegale Börse. Laut Informationen der europäischen Polizeibehörde Europol aus Den Haag, die von der dpa verbreitet wurden, zählte die Seite 142.000 angemeldete Mitglieder. Damit war sie ein Schwergewicht im Geschäft mit entwendeten Datensätzen. Am Dienstag schlugen die Behörden in einer international abgestimmten Razzia zu.

In Amsterdam wurden die Server des Online-Marktes konfisziert und alle gespeicherten Informationen gesichert. Parallel dazu liefen in 14 Staaten etwa 100 Razzien. Diese zielten insbesondere auf die 37 aktivsten Nutzer des kriminellen Netzwerks ab.

„Zentrale Drehscheibe im Ökosystem der Cyberkriminalität“

Europol stufte Leakbase als eine „zentrale Drehscheibe im Ökosystem der Cyberkriminalität“ ein. Der Fokus der Seite lag auf dem Verkauf geklauter Informationen. Schockierend: Der Zugang war für jeden im Netz frei möglich. Das war eine offene Einladung für Verbrecher.

Die Polizei in Amsterdam gab eine deutliche Warnung aus: „Plattformen dieser Art sind der Motor für Cyberkriminalität“. Die Fachleute für Internetkriminalität betonten, dass erbeutete Daten mehrfach weiterveräußert und für diverse Betrugsdelikte genutzt werden. Die genaue Zahl der Geschädigten durch diese Praktiken lässt sich noch nicht beziffern.

Fahndung seit 2023: Auch Deutschland im Visier

Wie das Cybercrime-Team der Amsterdamer Polizei mitteilte, nahmen die Untersuchungen bereits 2023 in den Niederlanden ihren Anfang. Die Operation wurde zügig ausgeweitet, wobei auch deutsche Ermittler beteiligt waren. Die Amsterdamer Beamten kooperierten hierbei eng mit dem amerikanischen FBI, und Europol steuerte die gesamte Aktion.

Wer nun die Webseite von Leakbase ansteuert, bekommt eine dicke Überraschung. Anstelle der illegalen Deals erscheint dort jetzt eine klare Ansage der Ermittler: „Der Handel mit gestohlenen Daten ist strafbar. Jeder hinterlässt online Spuren.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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