Corona Christian Drosten wird deutlich: „Es gibt keine Alternative“

Virologe Christian Drosten spricht zu den Medien. Foto vom 14. Januar 2022.

Christian Drosten erklärte, dass sich früher oder später jeder mit dem Coronavirus anstecken müsse.

Immer mehr Menschen infizieren sich derzeit mit dem gefährlichen Coronavirus. Jetzt erklärt Virologe Christian Drosten (49), dass es „keine Alternative“ gebe. Früher oder später würde sich jeder mit dem Virus anstecken.

Die Corona-Zahlen sind so hoch wie nie. Die Omikron-Variante verbreitet sich rasant. Das sieht Virologe Christian Drosten jetzt als „Chance“. Die mild verlaufende Variante in Kombination mit der Impfung sei „so etwas wie ein fahrender Zug, auf den man aufspringt“.

Früher oder später müssten sich alle Menschen mit dem Virus anstecken. „Wir können nicht auf Dauer alle paar Monate über eine Booster-Impfung den Immunschutz der ganzen Bevölkerung erhalten“, erklärte Drosten gegenüber dem „Tagesspiegel“. „Das Virus muss sich verbreiten, aber eben auf Basis eines in der breiten Bevölkerung verankerten Impfschutzes“, sonst würden „zu viele Menschen sterben.“ Und weiter: „Ja, wir müssen in dieses Fahrwasser rein, es gibt keine Alternative.“

Virologe Christian Drosten sieht die Omikron-Variante als „Chance“

Die mild verlaufende Omikron-Variante sehe er als Chance, in den endemischen Zustand zu kommen - „breite Immunität vorausgesetzt.“ Zumal niemand ausschließen könne, „dass der Zug auch wieder schneller wird und wir dann nicht mehr so leicht draufkommen“, weil beispielsweise gefährlichere Mutationen entstehen.

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Doch Drosten macht Hoffnung: Wir seien in dem Prozess, die Pandemie für beendet zu erklären und einen endemischen Zustand auszurufen. „Wir haben jetzt schon ein ganzes Stück dieses Weges geschafft über Impfungen. Den müssen wir jetzt zu Ende gehen, damit wir im Laufe des Jahres 2022 in die endemische Phase kommen und den pandemischen Zustand für beendet erklären können“, sagte Drosten dem Tagesspiegel. Wegen des hohen Anteils Älterer in der Bevölkerung müsse der Prozess über Impfungen laufen. „Über natürliche Infektionen würden viel zu viele Menschen sterben.“

Der nächste Meilenstein im Kampf gegen das Coronavirus sei eine sogenannte Lebendimpfung. „Die müsste man in die Nase geben und so dann Schleimhaut-Immunität auslösen. Das wäre ein viel besserer Übertragungsschutz“, erklärte Drosten.

Mit Blick auf die Zukunft, sagte der Virologe: „Wir werden noch ein paar Jahre lang Masken in bestimmten Situationen tragen müssen. Das wird weiter nerven. Das wird aber auch immer weniger werden.“ Es werde mit Sicherheit wieder ein Leben wie vor der Pandemie geben. (ls)

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