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Banken-Riese macht Milliarden-Gewinn – doch eine Zahl bereitet Sorgen

BayernLB Quartalszahlen

Copyright: Andreas Gebert/dpa

Die BayernLB schreibt vor allem dank ihrer Online-Tochter DKB trotz Wirtschaftskrise immer noch einen Milliardengewinn. (Archiv)

Die BayernLB meldet einen satten Gewinn von über einer Milliarde Euro. Doch hinter der glänzenden Fassade bröckelt es, denn die Wirtschaftskrise hinterlässt tiefe Spuren. Währenddessen startet die Online-Tochter DKB voll durch.

Die anhaltende Konjunkturflaute sorgt dafür, dass die Kassen bei der BayernLB nicht mehr ganz so prall gefüllt sind. Wie die dpa meldet, schrumpfte der Reingewinn im abgelaufenen Jahr um 16 Prozent, belief sich aber immer noch auf eine gute Milliarde Euro. Ein Resultat, das hauptsächlich der boomenden Online-Tochter DKB zu verdanken ist.

Obwohl der Vorstandsvorsitzende Stephan Winkelmeier für seine zurückhaltenden Vorhersagen bekannt ist, hat die BayernLB die selbst gesteckten Ziele in den letzten Jahren immer wieder übertroffen. Für 2025 war ein Ergebnis vor Steuern von über einer Milliarde Euro anvisiert worden, schlussendlich wurden es mit beinahe 1,4 Milliarden Euro aber deutlich mehr.

Online-Tochter DKB als Goldesel der BayernLB

Für den Löwenanteil dieses Gewinns war mit fast 1,2 Milliarden Euro die DKB verantwortlich. Mit ihren 5,9 Millionen Kundinnen und Kunden ist sie Deutschlands zweitgrößtes Online-Geldhaus hinter der ING Diba und verfolgt ehrgeizige Pläne.

Bis zum Jahr 2030 will die DKB eine halbe Milliarde Euro in ihre IT und in Künstliche Intelligenz stecken. Das erklärte Ziel: ein Ergebnis vor Steuern von 1,6 Milliarden Euro. „Wir treten nicht auf die Bremse, sondern erhöhen bewusst das Tempo“, verkündete DKB-Chef Sven Deglow in Berlin.

DKB will Millionen neue Kunden für Wertpapiere gewinnen

Dieses Wachstum soll hauptsächlich durch eine massive Erweiterung des Geschäfts mit Wertpapieren erreicht werden. Die DKB hat die Hoffnung, die Anzahl der Depots bei ihren Kunden von aktuell circa 900.000 auf mehr als zwei Millionen zu steigern.

Im Gegensatz zur DKB bedient die eigentliche BayernLB keine Privatpersonen, sondern kümmert sich ausschließlich um Firmen – und genau hier ist die Flaute der Konjunktur deutlich spürbar. Das Geldhaus musste die Vorsorge für Kredite, bei denen ein Ausfall droht, erheblich aufstocken.

Die Konsequenz: Das Ergebnis vor Steuern in dieser Sparte brach um beinahe 100 Millionen auf lediglich 140 Millionen Euro ein. Einen Lichtblick gab es hingegen im Immobiliengeschäft, wobei der Gewinn um mehr als 100 Millionen auf 226 Millionen Euro anstieg.

Die Prognose des Konzerns, der dem Freistaat Bayern und den bayerischen Sparkassen gehört, bleibt verhalten. Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand mit einem Ergebnis vor Steuern in der Spanne von 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro – dies jedoch, angesichts der unsicheren globalen Lage, mit einem Fragezeichen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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