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Baerbocks Nachfolger daKhalilur Rahman wird neuer Präsident der UN-Generalversammlung

Annalena Baerbock bei der UN

Copyright: Michael Kappeler/dpa

Annalena Baerbock bei der Wahl ihres Nachfolgers in New York.

Baerbocks UN-Nachfolger steht fest – doch es gibt einen Haken

Die Würfel in New York sind gefallen! Khalilur Rahman aus Bangladesch übernimmt den Vorsitz der UN-Generalversammlung von Annalena Baerbock. Aber eine entscheidende Frage wirft schon jetzt einen Schatten auf seinen Amtsantritt.

Die Entscheidung im Weltparlament steht: Der amtierende Außenminister von Bangladesch, der 72-jährige Khalilur Rahman, wird ab September der neue Präsident. Er löst damit Annalena Baerbock ab. Der erfahrene Diplomat konnte sich mit 99 der 193 Stimmen durchsetzen.

Von Baerbock kamen Glückwünsche für „einem der besten Jobs der Welt“. Zwar ist es eine große Ehre, aber die Leitungsposition im größten Gremium der Vereinten Nationen hat hauptsächlich repräsentativen Charakter. Wirklicher Einfluss wird meist nur hinter verschlossenen Türen ausgeübt. Die politischen Voten der Generalversammlung haben oft einen hohen Symbolwert und spiegeln die globale Stimmungslage wider.

Baerbock hinterlässt große Fußstapfen

Rahman übernimmt den Posten in einer heiklen Phase. Die Vereinten Nationen sind durch zahlreiche Konflikte und gewaltige Finanzierungslücken stark unter Druck geraten. Seine Vorgängerin Baerbock hat hohe Maßstäbe gesetzt. UN-Fachmann Richard Gowan bezeichnete sie als eine „durchaus solide und zupackende Führungspersönlichkeit“, die dem Amt mehr öffentliche Wahrnehmung verschafft habe als die meisten vor ihr.

„Baerbock ist eine größere diplomatische Berühmtheit als die meisten Präsidenten der Generalversammlung“, erklärt Gowan. Doch wie der Experte von Diplomaten erfahren haben will, stieß die Grünen-Politikerin auch an die Grenzen ihrer Funktion. Ihr Wunsch sei gewesen: „Sie wünschte sich, die Generalversammlung würde bei der Bewältigung der vielen Krisen, mit denen sie konfrontiert ist, aktiver agieren.“

Zweifel am neuen UN-Präsidenten

Und der Nachfolger? Rahman hat angekündigt, sich voll auf das Präsidentenamt konzentrieren zu wollen. Doch genau das wird bezweifelt. In diplomatischen Kreisen wird spekuliert, ob er seinen Posten als Außenminister von Bangladesch tatsächlich aufgeben wird. Ein Detail, das für Gesprächsstoff sorgt.

Dabei mangelt es Rahman nicht an Erfahrung. Er kann auf eine lange Karriere bei den Vereinten Nationen verweisen und war in leitender Funktion für die Situation der Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch zuständig. Jetzt möchte er sich für die Neugestaltung der UN-Friedensmissionen, die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele sowie die Stärkung von Frauen und Mädchen einsetzen.

Seltenes Rennen um den Spitzenposten

Die Wahl an sich war schon eine Besonderheit. Üblicherweise wird die Position im Rahmen einer regionalen Rotation ohne Wettbewerb besetzt. Dieses Mal aber kam es zu einem echten Duell: Rahman trat gegen den zypriotischen Diplomaten Andreas Kakouris an und gewann. Dass sich zwei Personen um den Posten bewerben, ist in der Geschichte des Amtes eine absolute Ausnahme.

Annalena Baerbock führt die Amtsgeschäfte noch bis zur offiziellen Übergabe am 9. September weiter. Unmittelbar danach startet die Generaldebatte der UN-Vollversammlung mit hochrangigen Gästen aus der ganzen Welt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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