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Riesen-Echo dank „XY“Fall Inga: 170 neue Hinweise und auch in NRW-Mordfall tut sich was

Inga Gehricke

Copyright: Bundeskriminalamt

Am Sonntag, den 2. Mai 2015, gegen 18.40 Uhr verschwand die damals fünfjährige Inga Gehricke aus Schönebeck bei einem Treffen von befreundeten Familien auf dem Gelände des „Diakoniewerk Wilhelmshof e. V.“ bei Stendal im nördlichen Sachsen-Anhalt. (Archivbild)

Aktualisiert:

Im „XY... Update“ gibt es rund 170 neue Hinweise im Fall Inga. Zudem sorgen frische Hinweise in einem Essener Mordfall für Hoffnung.

In der jüngsten Ausgabe von „Aktenzeichen XY... Update“ am Mittwoch (5. August 2026) zog die Kripo eine erste Bilanz. Eine Woche nach der Hauptausstrahlung verzeichnen die Ermittlungsbehörden einen spürbaren Erfolg: Zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung bringen neue Bewegung in teils seit Jahren ungeklärte Kriminalfälle.

Fall Inga Gehricke: Zehn Spuren gelten als vielversprechend

Besonders im Mittelpunkt steht das Schicksal der damals fünfjährigen Inga Gehricke. Das Mädchen verschwand im Mai 2015 während eines Ausflugs im sachsen-anhaltischen Stendal spurlos. Unmittelbar nach der Ausstrahlung hatte die Redaktion von „Aktenzeichen XY“ zunächst von rund 80 Hinweisen gesprochen. Inzwischen ist ihre Zahl jedoch deutlich gestiegen: Nach aktuellem Stand gingen rund 170 Hinweise ein.

Die damals fünfjährige Inga Gehricke.

Copyright: Bundeskriminalamt

Die damals fünfjährige Inga Gehricke. (Archivbild)

Wie Fabian Puchelt vom Landeskriminalamt Bayern mitteilte, stuft die zuständige Cold-Case-Einheit zehn davon als besonders bedeutsam ein. Derzeit prüfen die Ermittler gezielt Angaben zu bekannten Personen aus dem Umfeld sowie Beobachtungen, die unmittelbar mit dem Tatort in Verbindung stehen.

Mord an Millionärin in Essen: Kommt jetzt die Wahrheit ans Licht?

Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es Bewegung: Der Mord an der Essener Millionärin Lieselotte Hohlmann aus dem Jahr 1997 beschäftigt die Beamten erneut. Die 78-Jährige wurde damals vermutlich mit ihrem eigenen Gehstock erschlagen, der seitdem fehlt.

Nachdem die Polizei darauf aufmerksam machte, dass der Stock möglicherweise auf Internet-Verkaufsplattformen angeboten wird, gingen konkrete Hinweise ein. Experten untersuchen nun, ob es sich bei dem Objekt um ein Unikat handelt. Zudem lieferten zwei Zeugen detaillierte Einblicke in das private Umfeld des Opfers.

Bielefelder Juwelier-Raub: Führen Fotos zu den Tätern?

Ebenfalls Bezüge nach NRW weist ein bewaffneter Überfall auf ein Bielefelder Schmuckgeschäft auf. Dort flüchteten zwei Maskierte mit Beute im Wert von mehr als 100.000 Euro. Nach der Veröffentlichung von Fahndungsfotos aus einer Überwachungskamera meldeten sich Zeugen, die die Täter wiedererkennbar glaubten. Die Ermittler prüfen nun eine Verbindung zu einer Serie ähnlicher Überfälle im NRW-Raum.

Im Fall des getöteten Daniel Emminger aus Kunzach im Unterallgäu konzentriert sich die Kripo Memmingen auf ungewöhnliche Spuren. Da das Opfer in einem geschlossenen Raum erschossen wurde, muss die Tat extrem laut gewesen sein.

Hinweise aus der Bevölkerung richten sich daher nun auf Personen aus dem Umfeld, die seit der Tatnacht Ende März auffällige Gehörschäden zeigen, sowie auf möglichen illegalen Waffenbesitz. (jag)

Ein Polizei-Hubschrauber kam bei der Suche nach dem flüchtigen Täter zum Einsatz. (Symbolfoto)
Suche nach flüchtigem Täter
Maskierter springt vor Auto und gibt wohl „zielgerichtet Schuss ab“