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Drama um Wal „Timmy“Düsseldorfer Expertin knallhart: „Grausam“

Schwan und Buckelwal Timmy im Wasser

Copyright: Marcus Golejewski/dpa

Buckelwal „Timmy“ kämpft ums Überleben.

Der Fall des Wals „Timmy“ erschüttert. Eine Expertin aus Düsseldorf sieht schwarz.

Die Aufnahmen von Buckelwal „Timmy“, der wiederholt an der Ostseeküste landet, berühren die Menschen in der ganzen Nation. Unzählige Freiwillige kämpfen verbissen um das Überleben des Meeressäugers. Aber jetzt folgt eine knallharte Bewertung durch eine Wal-Spezialistin aus Düsseldorf. Für alle, die noch Hoffnung haben, hat Andrea Steffen, die seit 30 Jahren die Tiere studiert, eine niederschmetternde Nachricht.

„Das Tier hat keine Überlebenschance“, so die unmissverständliche Bewertung der Expertin aus Düsseldorf in einem Interview mit „RP Online“. Sie hat den Verein „Pottwale e.V.“ mit ins Leben gerufen. Der Hintergrund: Sobald ein bis zu 30 Tonnen wiegender Wal auf einer Sandbank zum Liegen kommt, zerdrücke seine eigene Masse die inneren Organe. Steffen ist überzeugt: „Dieses Tier wird mit großer Wahrscheinlichkeit innere Verletzungen haben.“

Hilfe, die zur Qual wird

Die wohlmeinenden Anstrengungen, den Meeressäuger zurück in tiefere Gewässer zu bugsieren, machen die Situation laut der Fachfrau nur noch schlimmer. „Wir fügen ihm eigentlich nur noch viel mehr Stress zu“, erläutert Steffen. Für die Forscherin sei es „grausam zu sehen, wie dieses Tier leidet unter diesen ganzen Hilfsaktionen“. Das Tier begreife die Rettungsabsicht nicht, gerate in Panik und sein Zustand verschlechtere sich dadurch zusehends.

Die Versuche, den Wal mit Makrelen zu versorgen, seien ebenfalls komplett nutzlos. Buckelwale gehören zu den Bartenwalen; sie fressen Schwärme, beispielsweise Krill oder kleine Fischarten wie Heringe. Mit einem gewaltigen Schluck Wasser nehmen sie ihre Beute auf, um anschließend die Nahrung herauszufiltern. Die Fütterung mit einzelnen Fischen sei bei ihnen nicht möglich.

„Das Tier muss von selbst sterben“

Aber wie konnte Timmy überhaupt in die Ostsee gelangen? Dieses Gewässer ist für einen Buckelwal eine fatale Umgebung: zu seicht, ein zu niedriger Salzgehalt und keine geeignete Nahrung. Steffen nimmt an, dass das junge Tier wohl einem Heringsschwarm nachschwamm und so von seiner Route abkam. „Wenn er einmal in der Ostsee ist, dann hat er keine Chance mehr“, macht sie deutlich.

Das Tier von seinem Leid zu erlösen, zum Beispiel durch Einschläfern, ist auch keine Möglichkeit. Das Töten von Walen unterliegt einem strengen gesetzlichen Verbot. Darüber hinaus wäre es praktisch kaum zu realisieren. „So eine dicke Spritze gibt es überhaupt nicht“, sagt Steffen. Das riesige Tier zu erschießen, sei ebenfalls ausgeschlossen.

Das Einzige, was jetzt noch bleibt, ist, die Qualen des Wals zu mildern. Man sollte das Tier ungestört lassen und lediglich seine Haut benetzen, um es vor der Sonne zu bewahren. Ihr erschütterndes Fazit: „Das Tier muss von selbst sterben.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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