Vogelgrippe Erstmals Mensch an Virusvariante erkrankt, Behörden mit wichtigem Appell

Drei Personen in Schutzkleidung gehen auf einer Gänsefarm, in der die Vogelgrippe (H5N1) nachgewiesen wurde.

Drei Personen in Schutzkleidung gehen auf einer Gänsefarm, in der die Vogelgrippe (H5N1) nachgewiesen wurde. Das Symbolfoto stammt aus Tschechien.

In China hat sich erstmals ein Mensch mit der H3-Vogelgrippe infiziert. Die Behörden geben Entwarnung, haben aber dennoch einen wichtigen Appell.

China hat nach eigenen Angaben die erste Infektion eines Menschen mit dem H3N8-Vogelgrippevirus entdeckt. Das Risiko einer großflächigen Übertragung unter Menschen sei jedoch gering, teilte die chinesische Nationale Gesundheitskommission mit.

Ein vierjähriger Junge aus der Provinz Henan wurde demnach positiv auf den Erreger getestet, nachdem er Anfang April mit Fieber und anderen Symptomen ins Krankenhaus eingeliefert worden war.

China: Erste Infektion eines Menschen mit neuem Vogelgrippe-Virus

Die Familie des Jungen züchtet demnach zu Hause Hühner und lebt in einem von Wildenten bevölkerten Gebiet. Das Kind habe sich direkt bei den Vögeln angesteckt, erklärte die Gesundheitskommission. Bei dem Fall handele es sich um eine „einmalige Übertragung“. Die Behörde rief die Öffentlichkeit am Dienstag dennoch auf, sich von toten oder kranken Vögeln fernzuhalten.

Die Vogelgrippe tritt hauptsächlich bei Wildvögeln und Geflügel auf. Übertragungen von Mensch zu Mensch sind äußerst selten. Das Virus H3N8 ist seit 2002 im Umlauf und trat erstmals bei nordamerikanischen Wasservögeln auf.

2012 wurde es für den Tod von mehr als 160 Robben vor der Nordostküste der USA verantwortlich gemacht. Bislang waren Infektionen bei Pferden, Hunden und Robben bekannt. Eine Übertragung auf den Menschen war bisher noch nie nachgewiesen worden. (dpa)

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