Nach mindestens 23 Toten durch gepanschtes Kokain herrscht in Argentinien große Sorge vor einem Dealer-Krieg. Jetzt gibt es sechs neue Opfer!
Vergiftetes KoksDealer-Krieg in Argentinien – schon über 20 Tote

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Angehörige und Freunde von Menschen, die mit gepanschtem Kokain vergiftet wurden, weinen am 2. Februar 2022, nach einem Gespräch mit Ärzten vor der Notaufnahme eines Krankenhauses am Stadtrand von Buenos Aires.
Gepanschte Drogen sorgen derzeit in Argentinien für Sorge. In der vergangenen Woche sind mindestens 23 Personen an den Folgen von gepanschtem Kokain gestorben. Nun mussten sechs weitere Menschen ins Krankenhaus. Dies ging aus mehreren Tweets des Gesundheitsamts der Stadt Rosario am Montag, 7. Februar 2022 (Ortszeit), hervor.
Bei den Opfern handelt es sich um Frauen und Männern im Alter zwischen 22 und 41 Jahren. Viele von ihnen befanden sich in einem ernsten Zustand und mussten im Hospital Roque Sáenz Peña an Atemgeräte angeschlossen werden. Sie hatten - den ersten Informationen zufolge - die gleichen Wahrnehmungs- und Atemproblem wie jene, die in Buenos Aires verstorben sind.
Argentinien: Vergiftete Drogen führen zu neuen Opfern
Rosario, die drittgrößte Stadt in Argentinien, liegt rund 300 Kilometer nordwestlich von Buenos Aires. In der vergangenen Woche fielen in der Hauptstadtprovinz mindestens 23 Menschen dem Konsum von gestrecktem oder vergifteten Kokain zum Opfer. Weitere 49 Konsumierende hatten zum Teil schwere Vergiftungserscheinungen.
Die meisten Opfer kauften das Kokain offenbar bei demselben Dealer in dem Armenviertel Puerta 8 nordwestlich der Stadt Buenos Aires. Reste der Drogen konnte die Polizei in einer Tüte und an einem Geldschein sicherstellen. Erste Ermittlungen deuteten darauf hin, dass ein konkurrierender Rauschgifthändler die Drogen vergiftet hatte, um den Rivalen aus dem Geschäft zu drängen. (dpa)

