Christian Lindner FDP-Chef gibt erschütternde Todesnachricht bekannt

Amoklauf an US-Grundschule 19 Kinder und zwei Lehrkräfte erschossen – „grausam und unbegreiflich“

Bei einem Amoklauf an einer texanischen Grundschule sind mindestens 14 Kinder und ein Lehrer getötet worden. Viele weitere Menschen wurden verletzt. Auch der Angreifer soll tot sein.

Ein 18-Jähriger hat in einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas das Feuer eröffnet und mindestens 19 Schulkinder getötet. Es handelt sich um eines der verheerendsten Schulmassaker in der US-Geschichte. Den Ermittlern zufolge betrat der Schütze am Dienstagnachmittag die Grundschule in der Kleinstadt Uvalde und schoss um sich.

Auch mindestens zwei Erwachsene wurden bei dem Vorfall getötet. Der Schütze wurde ersten Erkenntnissen nach von Sicherheitskräften getötet. Es war unklar, ob er zu den erwachsenen Todesopfern gezählt wurde. US-Präsident Joe Biden wandte sich nach dem Massaker an die Nation und forderte strengere Waffengesetze.

Texas: 19 Kinder bei Amoklauf in Grundschule getötet

Die Polizei von Uvalde machte zunächst keine Angaben zu der Zahl der Todesopfer. Erick Estrada von Ministerium für öffentliche Sicherheit in Texas äußerte sich im Gespräch mit dem Sender CNN zu den Zahlen. Er schilderte auch die Ereignisse vor dem Massaker. Der Verdächtige habe zunächst auf seine Großmutter geschossen, sagte Estrada. Der Vorfall habe sich in der Wohnung der Großmutter ereignet - diese wurde in ein Krankenhaus gebracht. Über ihren Zustand war zunächst nichts bekannt.

Alles zum Thema Polizeimeldungen
  • Auf A59 Polizei fasst Paketzusteller nach Panne – jetzt wird er abgeschoben
  • Prügelangriff in Köln Jugendliche gehen auf Mann (67) los – Tritte bis zur Bewusstlosigkeit
  • Hinweise auf Tötungsdelikt Schock in NRW: Radfahrer entdeckt Leiche, es ist wohl die vermisste 17-Jährige
  • Versuchter Goldkettenraub in Köln Mutiger Zeuge greift ein – Polizei sucht nach Täter
  • Kölner Autohändler ausgeraubt Polizei stellt teure Beute sicher – es waren nicht nur Fahrzeuge
  • Strenger Geruch in Fabrikgebäude Möglicher Versuch einer Gasexplosion? Polizei Köln ermittelt
  • Leblos am Schwimmbecken-Boden Kleines Mädchen (5) stirbt nach Badeunfall im Freizeitbad
  • Zwei Tote, viele Verletzte Oslo: Schüsse vor Schwulen-Bar – Behörden sprechen von islamistischem Terror
  • Acht Tage Angst und Bangen Oldenburg: Vermisster Joe (8) lebend gefunden – Fundort erschreckt
  • Drama in NRW Kleines Mädchen (2) verschwindet von Zuhause und ist wenig später tot

Schließlich sei der Schütze mit einem Auto zur Schule gefahren und habe dort einen Unfall gebaut, sagte Estrada. Er habe dann das Auto verlassen und sei mit einer Schutzweste bekleidet, einem Rucksack und einem Gewehr in die Schule eingedrungen. Dort habe er das Feuer eröffnet. Der 18-Jährige sei dann vom Sicherheitspersonal der Schule gestellt worden.

USA: Präsident Biden schockiert nach Amoklauf in Grundschule

Estrada betonte allerdings, dass die Ermittlungen noch liefen und diese Informationen noch vorläufig seien. Biden ordnete umgehend an, angesichts der verheerenden Attacke bis einschließlich Samstag die Flaggen auf allen öffentlichen Gebäuden in den USA auf halbmast zu setzen. Er war am Abend gerade erst von einer mehrtägigen Asien-Reise zurückgekehrt. Begleitet von seiner Ehefrau Jill hielt er kurz nach seiner Landung eine Rede im Weißen Haus.

„Als Nation müssen wir uns fragen, wann in Gottes Namen wir der Waffenlobby die Stirn bieten werden“, sagte er. Die Vorstellung, dass ein 18-jähriger Junge in ein Waffengeschäft gehen und zwei Sturmgewehre kaufen könne, sei einfach falsch.

Biden zeigt immer wieder mit dem Finger auf den US-Kongress, wenn es um strengere Waffengesetze geht. Viele Republikaner lehnen schärfere Regulierungen ab - die Waffenlobby ist in den USA sehr mächtig. Für weitreichende Gesetzesänderungen fehlen Bidens Demokraten die nötigen Stimmen im US-Senat.

Bluttat New York vor einer Woche: Schütze tötete 13 Menschen

Amokläufe, auch an Schulen, kommen in den USA in trauriger Regelmäßigkeit vor. Besondere Erschütterung hatte ein Massaker an einer Grundschule vor zehn Jahren ausgelöst: Im Dezember 2012 hatte ein 20-Jähriger an der Grundschule Sandy Hook um sich geschossen. Damals wurden 20 Schulkinder und sechs Lehrkräfte getötet. Und erst vor gut einer Woche hatte ein Schütze mit einem Sturmgewehr in Buffalo im US-Bundesstaat New York in einem Supermarkt das Feuer eröffnet, zehn Menschen erschossen und drei weitere verletzt. Er wurde noch am Tatort festgenommen.

Den Ermittlern zufolge war die Tat rassistisch motiviert - 11 der 13 Opfer waren schwarz. Über den Hintergrund der Tat in Uvalde war zunächst wenig bekannt. Die Ermittler hielten sich bedeckt. Medienberichten nach soll der Schütze die bei der Tat verwendete Waffe vor rund einer Woche kurz nach seinem 18. Geburtstag gekauft haben. Das Verhalten des Schützen habe sich zuletzt verändert, zitierte die „Washington Post“ einen Jugendfreund des Schützen. Er habe bei seiner Mutter und manchmal bei seiner Großmutter gelebt und sich in letzter Zeit aggressiv verhalten. (dpa)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.