Schock in Massachusetts: Ein 29-Jähriger geht mit einem Skateboard auf seine Großmutter los. War Wahnsinn im Spiel? Die Hintergründe zur Tat.
Horrortat in der FamilieEnkel prügelt seine Oma (†90) mit Skateboard zu Tode

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Ein 29-jähriger Mann aus Hudson wird beschuldigt, seine 90-jährige Großmutter mit einem Skateboard erschlagen zu haben. (Symbolbild)
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Wie das Magazin „People“ berichtet, hat sich im US-Bundesstaat Massachusetts eine folgenschwere Tragödie ereignet. Ein 29-jähriger Mann aus Hudson wird beschuldigt, seine 90-jährige Großmutter mit einem Skateboard erschlagen zu haben. Die Polizei beschrieb den Vorfall am Dienstag, 31. März, als sinnlose Tragödie.
Laut der zuständigen Bezirksstaatsanwaltschaft von Middlesex gingen am Dienstagnachmittag gegen 15.10 Uhr mehrere Notrufe ein. Zunächst meldete sich die Schwester des Tatverdächtigen Devin D. und gab an, von ihrem Bruder mit einem Skateboard angegriffen worden zu sein. Kurz darauf berichtete ein weiterer Bewohner des Hauses von einer Attacke auf die Großmutter, Elaine D.
USA: Skateboard-Attacke im Keller
Die Ermittler gaben bekannt, dass der Beschuldigte seiner Großmutter im Keller des gemeinsamen Wohnhauses mehrfach mit dem Skateboard gegen den Kopf geschlagen haben soll. Die Seniorin erlag später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Auch der Vater und die Schwester des Mannes wurden bei dem Vorfall verletzt, konnten die Klinik jedoch nach einer Behandlung bereits wieder verlassen.
Devin D. wurde etwa 45 Minuten nach den Notrufen in der Nähe des Tatorts festgenommen, nachdem er sich in einem Lieferwagen versteckt hatte. Der 29-Jährige ist wegen Mordes sowie schwerer Körperverletzung angeklagt.
Ungewisse Prozessfähigkeit
Wie im Rahmen einer ersten Gerichtsanhörung bekannt wurde, leidet der Mann offenbar unter Schizophrenie. Eine forensische Psychologin gab an, dass er während einer Untersuchung von akustischen Halluzinationen berichtete.
Ob der Verdächtige derzeit prozessfähig ist, steht noch nicht fest. Er wurde für eine zwanzigtägige psychologische Evaluation in ein Krankenhaus eingewiesen und soll am 17. April erneut vor Gericht erscheinen.
Diese Untersuchung soll klären, ob der 29-Jährige die gegen ihn erhobenen Vorwürfe sowie das juristische Verfahren aufgrund seines Zustands überhaupt begreifen kann. Erst nach Vorliegen des Gutachtens wird entschieden, ob ein regulärer Strafprozess gegen ihn eröffnet wird. Die Ermittlungen dauern an. (jag)

