Wegen des Ukraine-Kriegs Drosten warnt eindringlich vor neuem Plan der Bundesregierung

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité Berlin (hier im Januar 2022 bei einer Bundespressekonferenz), warnt davor, an der Forschung zu sparen.

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité Berlin (hier im Januar 2022 bei einer Bundespressekonferenz), warnt davor, an der Forschung zu sparen.

Der Virologe Christian Drosten hat die Bundesregierung davor gewarnt, wegen der Kosten des Ukraine-Kriegs bei der Forschung zu sparen.

Im Podcast der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sprach der Virologe Christian Drosten am Freitag (10. Juni) von „eindeutigen Signalen“, dass wegen zusätzlicher Etatbelastungen „das Forschungsbudget in Deutschland reduziert werden wird ab dem nächsten Haushalt“.

In den USA hingegen würden „jetzt ganz große Programme“ zur Pandemie- oder Impfstoffforschung aufgelegt.

Christian Drosten, der Chef der Virologie am Berliner Universitätsklinikum Charité, verwies auf Ex-Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die „in der letzten Wirtschaftskrise“ entschieden habe, dass nur bei Forschung nicht gespart werde, „weil das uns in Zukunft rettet“.

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Christian Drosten warnt vor neuem Plan – am Beispiel Affenpocken

Drosten führte den Umgang mit den Affenpocken als Beleg dafür an, dass sich die Strukturen hierzulande nicht genug verändert hätten. „Wir brauchen unbedingt das nächste Mal, wenn jetzt so ein möglicherweise pandemisches Problem kommt, sofort eine Registrierung von Patienten in klinischen Beobachtungsstudien, und wir brauchen gleich Kontrollgruppen.“ Bei den Affenpocken sehe er „da nicht allzu viel an Verbesserungen“. (dpa/mg)

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