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Von hinten gerammtTote und Verletzte bei Zugunglück in Spanien

Blick auf einen der beiden Züge, der an einem Zusammenstoß beteiligt war. Am Morgen stießen zwei Züge am Bahnhof der Stadt Urda zusammen.

Copyright: Juanma Jiménez/EUROPA PRESS/dpa

Blick auf einen der beiden Züge, der an einem Zusammenstoß beteiligt war. Am Mittwochmorgen stießen zwei Züge am Bahnhof der Stadt Urda zusammen.

Aktualisiert:

Beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge in Zentralspanien sind nach Angaben einer Sprecherin Menschen ums Leben gekommen.

Zug-Tragödie in Spanien. Wie eine Sprecherin der Regionalregierung von Kastilien-La Mancha am Mittwochvormittag (28. Oktober) mitteilte, sind beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen.

Es gebe auch zahlreiche Verletzte, die Zahl der Todesopfer könne steigen, wurde sie im staatlichen TV-Sender RTVE zitiert. Der Zivilschutz spricht bereits von mehr als 40 Toten.

Waggons stürzten Bahndamm herunter

Bei dem Unglück nahe Urda in der Provinz Toledo entgleisten Waggons eines Zuges des privaten Bahnunternehmens Iryo, der mit einem Zug der staatlichen Bahngesellschaft Renfe kollidierte. Die Waggons stürzten nach Informationen des Fernsehsenders RTVE einen Bahndamm hinunter. Der zweite Zug stammt von der staatlichen Bahngesellschaft Renfe.

Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde in beide Richtungen unterbrochen, wie der spanische Bahnnetzbetreiber Adif mitteilte. Die Ursache des Zusammenstoßes war zunächst unklar.

Der Unfall ereignete sich Medienberichten kurz vor 9 Uhr. Ein Hochgeschwindigkeitszug habe einen anderen von hinten gerammt, als beide in Richtung Süden nach Andalusien unterwegs gewesen seien, hieß es aus Adif-Kreisen.

„Bestürzt über das schwere Zugunglück in Toledo“, schrieb der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf X. Er sprach den Betroffenen und ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus.

Der Unfall weckt Erinnerungen an das schwere Zugunglück vom Januar dieses Jahres bei Adamuz in Andalusien. Damals entgleiste ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug und stieß mit einem entgegenkommenden Zug von Renfe zusammen. Bei dem Unglück kamen 46 Menschen ums Leben, mehr als 150 wurden verletzt. (dpa/red)