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Tödliche Messerattacke19-Jähriger kommt blutverschmiert zur Polizei

Ein Beamter der Spurensicherung sichert Blutspuren auf dem Gehweg, der mit Polizeiflatterband abgesperrt ist.

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Nach einer Messerattacke in Gießen ist ein Verletzter blutend aus dem Haus geflüchtet. Die Polizei verfolgte anschließend seine Spur zurück bis zum Tatort. Das Symbolfoto aus 2021 zeigt einen Beamten der Spurensicherung bei der Sicherung von Blutspuren auf einem Gehweg. 

Ein Passant findet einen Schwerverletzten an einer Kreuzung in Gießen. Kurz darauf entdecken Polizisten ein weiteres Opfer mit tödlichen Stichverletzungen. Viele Fragen zu dem Fall sind noch offen.

Tödlicher Streit in einer Wohnung in Gießen: Nach bisherigen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft hat ein 19-Jähriger in der Nacht zum Sonntag zwei Bekannte mit einem Messer angegriffen und einen von ihnen tödlich verletzt. Das andere Opfer, ein 26-Jähriger, wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Ein 18-Jähriger starb noch am Tatort.

Der genaue Ablauf und die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Der mutmaßliche Täter stellte sich später der Polizei und sitzt inzwischen unter anderem wegen des Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft.

Tötungsdelikt in Gießen: Passant entdeckt Schwerverletzten

Der 26 Jahre alte Verletzte war den bisherigen Erkenntnissen zufolge nach dem Messerangriff in der Wohnung blutend auf die Straße gelaufen. An einer nahe gelegenen Kreuzung entdeckte ihn ein Passant, der am Sonntag gegen 2.45 Uhr Polizei und Rettungsdienst alarmierte. Der Verletzte wurde mit Stichverletzungen an Oberkörper und Kopf sofort ins Uniklinikum Gießen gebracht. Sein Gesundheitszustand sei aktuell stabil, er habe aber bisher nicht zu der Tat befragt werden können, teilten die Ermittler am Montagmorgen mit.

Polizisten verfolgten anschließend den Weg des 26-Jährigen zurück bis zu seiner Wohnung, in der sie den schwerstverletzten 18-Jährigen entdeckten. Trotz Wiederbelebungsversuchen habe dem jungen Mann nicht mehr geholfen werden können. Die rechtsmedizinische Untersuchung ergab später, dass er mehrere Messerstiche erlitten hatte, von denen einer das Herz tödlich verletzte.

Einige Stunden später meldete sich laut den Ermittlern der 19-Jährige, dessen Kleidung blutverschmiert war, bei der Polizeistation Gießen Nord. Er gab an, dass er bei einem Streit zwei Männer mit einem Messer verletzt habe. Weitere Angaben habe er nicht gemacht.

Der 19-Jährige wurde vorläufig festgenommen, ein Ermittlungsrichter erließ später einen Haftbefehl. Der mutmaßliche Täter wurde in ein Gefängnis gebracht. Er habe zuletzt keinen festen Wohnsitz gehabt, sei vor der Tat nicht polizeilich aufgefallen.

Vermutlich eine Beziehungstat

Die Ermittler gehen davon aus, dass sich die drei Männer kannten. Der mutmaßliche Täter und die beiden Opfer haben demnach die afghanische Staatsangehörigkeit. Sie hielten sich nach den bisherigen Erkenntnissen zum Zeitpunkt der Tat in der Wohnung des 26-Jährigen auf, als es zu dem Messerangriff kam.

Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zum Motiv und dem genauen Hergang laufen weiter. Es wurden zahlreiche Spuren gesichert, Nachbarn befragt und der Tatort vermessen, um den Ablauf genau rekonstruieren zu können. Zur Tatwaffe wollten die Ermittler zunächst keine genauen Angaben machen. (dpa)

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