Ein Ball aus Gold in 3250 Metern Tiefe? Forscher haben das Rätsel geknackt.
Tiefsee-Geheimnis gelüftetWas wirklich hinter der goldenen Kugel steckt

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Meeresanemone mit weißen Tentakeln.
Ein spektakulärer Fund gelang einem Tauchboot der US-Behörde NOAA im August 2023. Weit unten im Golf von Alaska, in einer Tiefe von rund 3.250 Metern, entdeckten die Wissenschaftler eine schimmernde, goldene Kugel. Das Ding hatte einen Durchmesser von ungefähr zehn Zentimetern und stellte die Forschung jahrelang vor ein Rätsel.
Nach langer Ratlosigkeit ist die Lösung nun endlich da. Die Wissenschaftler stellten ihre überraschenden Erkenntnisse in einem Aufsatz vor, welcher gegen Ende April auf der Plattform „BioRxiv“ erschien. Der goldene Fund ist demnach die Kutikula, also die äußere Schutzschicht, einer Anemone aus der Tiefsee. Das berichtet „t-online“.
DNA-Test war eine harte Nuss für die Forscher
Diese Hülle gibt wirbellosen Lebewesen eine feste Form und steuert ihren Wasserhaushalt. Das Relikt stammt von einer Relicanthus daphneae, die als eine der größten bekannten Anemonen aus der Tiefsee gilt. Diese Lebewesen halten sich für gewöhnlich in Tiefen zwischen 2.400 und 2.650 Metern auf und ihre Fangarme können über zwei Meter lang werden.
Die Bestimmung war laut einer NOAA-Mitteilung alles andere als ein Kinderspiel. Ein erster Anlauf, die Spezies über eine DNA-Analyse zu identifizieren, ging komplett schief. Der überraschende Grund: Die Oberfläche war derart stark von Mikroorganismen bevölkert, dass die Gen-Probe unbrauchbar war. Erst eine komplexe Sequenzierung des gesamten Erbguts brachte endlich den Durchbruch.
William Mowitt, der amtierende Direktor der amerikanischen Behörde, äußerte sich dazu: „Bei der Erforschung der Tiefsee stoßen wir regelmäßig auf faszinierende Rätsel wie die 'goldene Kugel'.“ Er ergänzte, dass es mit modernen Verfahren, beispielsweise der DNA-Sequenzierung, möglich sei, zunehmend mehr solcher Mysterien aufzuklären. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
