Schreckmoment am Airport: Mitten in der Nacht ist ein Airbus A330 der Swiss International Air Lines nur knapp einer Katastrophe entgangen.
Drama am FlughafenAirbus fängt beim Start Feuer – Verletzte bei Evakuierung

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Ein Passagierflugzeug der Schweizer Fluggesellschaft Swiss vom Typ Airbus A330 in der Luft. (Symbolbild)
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Am Sonntag, dem 26. April 2026, kam es am Indira Gandhi International Airport zu einem schweren Zwischenfall. Um 1.08 Uhr nachts Ortszeit rollte Flug „LX147“ gerade über die Startbahn, um 232 Menschen sicher nach Zürich zu bringen. Die Maschine hatte laut Daten von „Flightradar24“ bereits eine Geschwindigkeit von 104 Knoten (rund 190 km/h) erreicht, als ein lauter Knall die Stille zerriss.
Augenzeugen berichten von Funkenflug und Flammen am linken Triebwerk. Die Piloten reagierten sofort und leiteten eine Vollbremsung ein, um den Start abzubrechen.
Panik an Bord: Evakuierung über Notrutschen
Nach dem Abbruch herrschte zunächst Ungewissheit. Ein Passagier schilderte gegenüber dem Schweizer „Blick“, dass die Maschine rund zehn Minuten dunkel auf der Piste stand, während die Feuerwehr das brennende Triebwerk kühlte. Dann der Befehl: Alle raus!
Bei der anschließenden Evakuierung spielten sich dramatische Szenen ab, als die Passagierinnen und Passagiere das Flugzeug über die Notrutschen verlassen mussten. Dabei brach Panik unter den Reisenden aus, und sechs Personen verletzten sich laut „Times of India“ bei der Flucht aus der Maschine so schwer, dass sie in ein Krankenhaus in Delhi gebracht werden mussten.
Swiss schickt Experten-Team nach Indien
Die Fluggesellschaft bestätigte den Vorfall und betonte, dass die Sicherheit oberste Priorität habe. Die Besatzung blieb bei dem Vorfall unverletzt. Um die genaue Ursache für das Triebwerksversagen zu klären, hat Swiss International Air Lines bereits eine Task Force eingerichtet. Technische Spezialisten sollen den Airbus mit der Kennung „HB-JHK“ nun vor Ort in Indien genau unter die Lupe nehmen.
Die betroffene Startbahn 28 blieb für die Dauer der Bergungsarbeiten gesperrt. Der restliche Flughafenbetrieb in Neu-Delhi konnte jedoch ohne größere Einschränkungen fortgesetzt werden.
Swiss International Air Lines agiert als nationale Fluggesellschaft der Schweiz und bedient von ihren Drehkreuzen in Zürich und Genf aus zahlreiche weltweite Destinationen. Als Teil der Lufthansa Group setzt das Unternehmen auf eine moderne Flotte, zu der auch Langstreckenmaschinen wie der Airbus A330 gehören. (jag)
