2

Zwei Tote in SchwalmstadtPolizei gibt Hintergründe bekannt: Täter und Opfer kannten sich

Nach den tödlichen Schüssen in einem Einkaufsmarkt in Schwalmstadt (Hessen) arbeiteten Kriminaltechniker an der Spurensicherung. Das Foto wurde am 7. Juni 2022 aufgenommen.

Copyright: dpa

Nach den tödlichen Schüssen in einem Einkaufsmarkt in Schwalmstadt (Hessen) arbeiteten Kriminaltechniker an der Spurensicherung. Das Foto wurde am 7. Juni 2022 aufgenommen.

Nach den Schüssen und zwei Toten in Schwalmstadt (Hessen) gibt die Polizei nun erste Ermittlungsergebnisse bekannt. Demnach kannten sich Täter und Opfer.

Am Dienstag war es in einem Supermarkt im nordhessischen Schwalmstadt zu einem grausamen Zwischenfall gekommen. Dort erschoss ein Mann erst eine Frau und dann sich selbst. Jetzt ist klar: Täter und Opfer waren in der Vergangenheit ein Paar. 

Die tödlichen Schüsse auf eine Frau in einem Supermarkt im nordhessischen Schwalmstadt sind ersten Ermittlungen zufolge eine Beziehungstat gewesen.

Am Morgen vor der Tat hatte das Opfer noch Anzeige wegen Körperverletzung gegen den Täter erstattet. 

Tote in Schwalmstadt: Täter und Opfer führten eine Beziehung

Der 58-jährige Täter, der sich anschließend selbst erschoss, führte mit dem 53-jährigen Opfer zwischen Ende 2021 und Anfang 2022 eine Beziehung, wie die Polizei in Homberg am Mittwoch, 8. Juni 2022, mitteilte. Demnach hatte die Frau die Beziehung beendet. Die Trennung sei das Tatmotiv gewesen.

Bereits am Montagabend hatte es einen Polizeieinsatz bei der Frau gegeben. Gegen den 58-Jährigen, der sich in ihrer Wohnung aufhielt, wurde ein Platzverweis ausgesprochen. Diesem sei er nachgekommen.

Schwalmstadt: Mann (58) erschoss seine Ex-Freundin (53)

Am Dienstagmorgen erstattete die Frau nach einem Beratungsgespräch Anzeige gegen den 58-Jährigen wegen Körperverletzung, Nötigung und Nachstellung. Aus ihrer Vernehmung hätten sich keine Anzeichen für eine konkrete Gefährdung ergeben.

Am Dienstagmittag erschoss der 58-Jährige in einem Supermarkt in Schwalmstadt erst die 53-Jährige und dann sich selbst. Weitere Menschen kamen nicht zu Schaden. Alarmierte Einsatzkräfte fanden in dem Geschäft die beiden Toten. Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Menschen an dem Geschehen lagen nicht vor.

Die Polizei entsandte ein Großaufgebot und sperrte den Bereich um den Lebensmittelmarkt weiträumig ab. Schon während des Einsatzes teilte sie im Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass für weitere Menschen oder die Bevölkerung keine Gefahr bestehe. (afp)

Mit Flatterband sperrt die Polizei die Plöner Straße in Hamburg-Altona. An einer wichtigen Bahnstrecke im Nordwesten Hamburgs ist eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden.
Gefährlicher Fund in Hamburg
Explosionsgefahr! „Es kommt zu massiven Ausfällen“