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„Meine Miete bezahlt“Robert Marc Lehmann kontert Kritik wegen „Timmy“ mit Humor

Meeresbiologe Robert Marc Lehmann spricht

Copyright: IMAGO / Susanne Hübner

Meeresbiologe Robert Marc Lehmann spricht. (Archivbild)

Aktualisiert:

Wal „Timmy“ sorgt weiter für Wirbel: Star-Biologe kontert Kritik – und eine überraschende Enthüllung stellt alles infrage.

Das Schicksal des gestrandeten Wals „Timmy“ bewegt die Menschen immer noch. Im Zentrum der Debatte steht Robert Marc Lehmann, Meeresbiologe und Social-Media-Star. Er war bei den Rettungsaktionen dabei und berichtete ständig online darüber. In einem neuen YouTube-Clip nimmt er jetzt Stellung zu Anschuldigungen.

Lehmanns Antwort auf die Vorwürfe

Viele forderten von ihm, die Sache endlich auf sich beruhen zu lassen. Seine ironische Reaktion auf der Videoplattform: „Noch nie hat ein Wal so gut meine Miete gezahlt. Warum sollte ich damit aufhören?“ 

Gleichzeitig liefert die Geschichte durch neue Erkenntnisse auch weiterhin Stoff für Lehmanns Kanäle. Eine Untersuchung des toten Tieres am Strand von Anholt in Dänemark ist nun beendet und bringt eine faustdicke Überraschung: Der Wal, den alle „Timmy“ nannten, war in Wirklichkeit weiblich.

Dieses Ergebnis widerspricht komplett den bisherigen Annahmen. In seinem Video verweist Lehmann unter anderem auf eine ältere DNA-Analyse von einer Tierärztin. 

Wurde hier gelogen? Biologe fordert Aufklärung

Lehmann verlangt nun von den verantwortlichen Institutionen präzise Informationen zu den früheren Analysen: „Wer hat wann wie, wo, mit wem eine DNA-Probe genommen? Wo wurde die analysiert? Was ist dabei rausgekommen und darauf gibt es keine Antworten?“

Robert Marc Lehmann, Meeresbiologe, spricht mit den Medien am Strand, wo in der Nähe der gestrandete Buckelwal im Wasser gelegen hatte.

Copyright: Marcus Brandt/dpa

Robert Marc Lehmann, Meeresbiologe, spricht mit den Medien am Strand, wo in der Nähe der gestrandete Buckelwal im Wasser gelegen hatte. (Archivbild)

Laut Lehmann ist die Bestimmung des Geschlechts normalerweise eine der simpelsten Aufgaben. Sein Urteil über die widersprüchlichen Angaben fällt im Video unmissverständlich aus: „Das finde ich komisch. Da wurde gelogen oder irgendwas versaubeutelt, das verstehe ich nicht so richtig.“ In den nächsten Monaten könnten die finalen Resultate der Gewebeuntersuchungen endlich Licht ins Dunkel bringen.

Anfang Juni 2026 wurde der Buckelwal nach der kompletten Autopsie und Zerlegung von der dänischen Insel Anholt abtransportiert. Bestimmte Knochen, darunter die Brustflossen, hat man für die wissenschaftliche Kollektion des Naturhistorischen Museums in Kopenhagen aufbewahrt.

Die übrigen Weichteile und das Gewebe des 12-Tonnen-Kadavers wurden in Containern weggebracht und beseitigt. Für weitere Laboranalysen liegen biologische Proben von Gewebe und Organen bei dänischen Forschungseinrichtungen. Nach dem Ende der mehrmündigen Untersuchung durch Experten wurde der Strandbereich gesäubert und ist nun wieder zugänglich. (red)

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, das Deutsche Meeresmuseum habe das Geschlecht von Wal „Timmy“ vorab in einer Pressemitteilung offiziell als männlich bestätigt. Diese Information war nicht korrekt. Das Deutsche Meeresmuseum betont, dass das Geschlecht des Tieres während seines Aufenthalts in Mecklenburg-Vorpommern zu keinem Zeitpunkt bestimmt werden konnte, da aus Tierschutzgründen auf eine DNA-Probe verzichtet wurde und die Bauchseite des Wals nicht einsehbar war. Wir haben den entsprechenden Absatz entfernt und bitten für diesen Fehler um Entschuldigung.

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