Vor der Küste Anholts spitzt sich die Lage zu: Der Wal-Körper könnte jeden Moment explodieren. Die Helfer stehen unter massivem Druck.
Tickende Zeitbombe!Riskante Aktion wegen totem Wal „Timmy“ gestartet

Copyright: Marcus Golejewski/dpa
Der tote Wal liegt vor der dänischen Insel Anholt. (Bild vom 17. Mai 2026)
Vor Anholt, einer dänischen Insel, geraten die Verantwortlichen unter Zeitdruck, seitdem dort ein toter Buckelwal entdeckt wurde. Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung wird der Tierkörper von den Helfern weiterhin „Timmy“ gerufen. Dabei wurde zu Wochenbeginn bekannt, dass es sich in Wahrheit um ein weibliches Tier handelt. Der Kadaver ist während der letzten Tage durch Fäulnisgase enorm angeschwollen, weshalb eine unmittelbare Explosionsgefahr besteht.
Kadaver vor der Küste könnte jederzeit platzen
Eine plötzliche Planänderung wurde am Donnerstagmorgen von der dänischen Umwelt- und Naturbehörde zusammen mit der Küstenrettung bekannt gegeben. Anders als zunächst vorgesehen, den Wal an Land zu schaffen, wird der Tierkörper jetzt eiligst aufs offene Meer geschleppt.

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Der Kadaver droht zu explodieren. (Bild vom 17. Mai 2026)
Am Strand von Anholt finden die Vorbereitungen unter massiven Sicherheitsmaßnahmen statt. Die Absperrungen wurden am Donnerstagmorgen erheblich ausgeweitet, da sich der Tierkörper in der seichten Uferzone eines belebten Strandes befindet. Aus Sicherheitserwägungen mussten alle Anwesenden, auch Journalisten, das Areal verlassen.
Detonation am Badestrand soll unbedingt vermieden werden
Mit den wachsenden Gefahren für die lokale Bevölkerung und Strandbesucher rechtfertigen die zuständigen dänischen Ämter diese Maßnahme. Geplant ist, den Tierkörper mit Tauen auf die hohe See zu ziehen. So soll eine unkontrollierbare Detonation nahe am Ufer abgewendet werden.

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Der tote Wal liegt vor der dänischen Insel Anholt. (Bild vom 17. Mai 2026)
Allerdings wird die Operation als sehr gewagt eingestuft. Eine beträchtliche Gefahr für die Helfer besteht, falls die Schlepptaue dem gewaltigen Gewicht nicht standhalten und reißen. Außerdem ist es möglich, dass der bereits stark zersetzte Kadaver des Buckelwals während des Einsatzes zerfällt. Bis die Bergung abgeschlossen ist, bleibt die Situation auf der Insel angespannt.
Warum tote Wale zu tickenden Zeitbomben werden
Eine Wal-Explosion ist im Grunde ein natürlicher Vorgang. Was auf Außenstehende furchteinflößend und schaurig wirkt, stellt in der Natur einen erforderlichen Prozess dar. Bei der Zersetzung bilden sich im Inneren des Tierkörpers riesige Gasmengen, darunter Methan und Schwefelwasserstoff. Diese lassen den Kadaver zunehmend anschwellen. (jag)
