Und wieder klickten die Handschellen: Ein pfiffiger Senior (79) hat zum wiederholten Mal Betrüger entlarvt.
Pfiffiger Senior„Rentner-Cop“ Bruno überführt Betrüger – und das zum vierten Mal

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Rentner Bruno Schmaus, aufgenommen vor einer Presserunde des Polizeipräsidiums zur Festnahme von Callcenter-Betrügern, überführte zum wiederholten Mal Betrüger.
Mit großem schauspielerischem Talent hat der 79-jährige Bruno Schmaus aus Oberbayern zur Festnahme von Betrügern beigetragen – und das bereits zum vierten Mal!
Der „Rentner-Cop“ habe am Montag (20. Juli) einen Schockanruf von einem Unbekannten erhalten, der sich weinend als sein Sohn ausgegeben habe, schilderte Rentner Bruno Schmaus bei einer Pressekonferenz der Polizei in München. Kurz darauf habe ein vermeintlicher Polizeibeamter den Hörer übernommen und gefordert, dass er 80.000 Euro Kaution für seinen Sohn zahlen müsse, weil dieser einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und sonst ins Gefängnis müsse.
Bruno durchschaut „Enkel-Trick“
Der Rentner durchschaute den Trick sofort und hielt den Anrufer so lange hin, bis die Polizei den 21 Jahre alten Abholer bei der fingierten Übergabe in Pullach bei München festnehmen konnte. „Da habe ich richtig sauber Vollgas gegeben mit dem Theater“, erzählte Schmaus schmunzelnd. Auch wenn ihn die Betrüger ganz schön unter Druck gesetzt hätten.
„Mitzuspielen ist gar nicht so einfach, weil man sehr viel wissen muss, sehr viel beachten muss, und weil die sehr schnell erkennen, dass man sie an der Nase herumführt“, ordnete der stellvertretende Leiter des für Callcenter-Betrugs zuständigen Münchner Kommissariats, Markus Nothelfer, ein.
Wegen des hohen psychischen Drucks, den die professionellen Banden aufbauen, empfehle die Polizei deshalb, aufzulegen und Anzeige zu erstatten.
Mit Hilfe von Schmaus gelangen der Polizei damit nun bereits fünf Festnahmen in vier Fällen: zwei Schockanrufen, einem Enkeltrick und einem Teppichbetrug - hierbei sollten ihm an der Haustür überteuerte Teppiche angedreht werden. In einem fünften Fall scheiterte die Festnahme daran, dass der Abholer bei einem Enkeltrick die richtige Adresse nicht fand. (dpa)
