Eine Spaziergängerin ist in Breuberg schwer verletzt worden, als ein Unbekannter sie attackiert. Jetzt ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Das Motiv bleibt aber rätselhaft.
Rätselhafte BluttatFrau fotografiert Blume und wird niedergestochen – Festnahme!

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Die Spurensicherung ist an einem Tatort im Einsatz (Symbolfoto).
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Bei einer Messerattacke im südhessischen Odenwaldkreis ist eine 48 Jahre alte Frau am Ostersonntag von einem unbekannten Mann schwer verletzt worden, als sie eine Blume fotografieren wollte. Jetzt ist es zu einer Festnahme gekommen.
Die Ermittler gehen von einem versuchten Tötungsdelikt aus, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der Tatverdächtige, ein 32-Jähriger, werde noch am Dienstag (7. April) einem Haftrichter vorgeführt.
Bluttat in Hessen als versuchtes Tötungsdelikt gewertet
Der Mann soll die Frau am Ostersonntag unvermittelt mit dem Messer attackiert haben, als sie bei einem Spaziergang mit drei Freundinnen am Wegrand stehen geblieben war. Sie wollte dort einer früheren Mitteilung zufolge eine Blume fotografieren, als er auf sie losging.
Der Mann ließ demnach erst von ihr ab, als ihre Freundinnen zu Hilfe eilten. Dann soll er mit dem Fahrrad geflohen sein. Die Frau wurde so schwer verletzt, dass sie mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht werden musste.
Hinweise auf eine Beziehungstat gebe es keine, so die Polizeisprecherin. Laut einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft könnte das Tatmotiv in Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung des 32-Jährigen stehen.
Hinweise zu dem mutmaßlichen Täter seien schon kurz nach der Tat bei der Polizei eingegangen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Beamten fahndeten demnach nach dem Verdächtigen und fanden ihn am Montagabend (6. April) in seiner Wohnung. Dort ließ er sich widerstandslos festnehmen. Bei der Wohnungsdurchsuchung fand die Polizei außerdem ein Fahrrad. Die Ermittlungen dauern an. (dpa)

