Preis-Wahnsinn auf der Wiesn!So krass steigen die Maß-Preise

Eine Bedienung trägt im Hacker-Pschorr-Festzelt mehrere Maßkrüge.

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Jedes Jahr geht der Preis für eine Maß auf dem Münchner Oktoberfest nach oben. (Symbolbild)

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Die Wiesn startet, doch die Bierpreise schocken! So viel kostet die Maß dieses Jahr und das sagen die Wirte dazu.

Die Wiesn ruft! Aber die Freude wird getrübt, denn die Preise für eine Maß Bier erreichen auf dem Oktoberfest schwindelerregende Höhen. Ein Schluck, der richtig ins Geld geht.

Am Samstag startet in München wieder das Oktoberfest. Doch während sich Oberbürgermeister Dieter Reiter auf den Fassanstich vorbereitet, kocht bei vielen schon die Wut hoch. Der Grund: die gesalzenen Bierpreise. Wer feiern will, muss dieses Jahr noch tiefer ins Portemonnaie langen.

Durchschnittlich kostet der Liter Festbier stolze 15,61 Euro. Das ist ein Plus von 2,4 Prozent gegenüber 2025. Je nach Zelt schwanken die Preise zwischen 14,80 Euro und 15,90 Euro. Ein kostspieliges Vergnügen, auch für die zahlreichen Rheinländer, die jedes Jahr in die bayerische Hauptstadt reisen.

„Wiesnflation“: So krass ist der Preis-Anstieg wirklich

Die Wut über die teuren Getränke ist kein neues Phänomen. Aber die Zahlen belegen das Gefühl: Es wird immer schlimmer. Man muss sich das mal vorstellen: 1985 hat eine Maß umgerechnet nur 3,20 Euro gekostet. Das ist eine Preisexplosion von sage und schreibe 400 Prozent! Im gleichen Zeitraum sind die normalen Verbraucherpreise nur um circa 120 Prozent geklettert.

Diese „Wiesnflation“ hängt die offizielle Inflation also locker ab. Der Vergleich mit dem Bier aus dem Getränkemarkt macht den Unterschied noch krasser. Seit 1991 ist der Preis auf der Wiesn mehr als dreimal so hoch geworden, im Laden stieg er nur um den Faktor 1,8. Allein seit 2019 gab es einen Aufschlag von 30,9 Prozent für die Maß, während das Bier im Handel nur um 24,4 Prozent zulegte.

Wucher-Preise? Das sagen die Wiesn-Wirte dazu

Die Festzelt-Betreiber weisen die Kritik zurück und zeigen auf ihre gewaltigen Ausgaben. Nur der Auf- und Abbau eines der riesigen Zelte verschlingt zwischen 1,8 und 2 Millionen Euro. Obendrauf kommen die Gehälter für Köche, Musiker, Sicherheitspersonal und Bedienungen, die seit der Corona-Krise um bis zu 25 Prozent in die Höhe geschossen sind.

Vom Preis für eine Maß gehen neun Prozent direkt an das Personal. Zusätzlich kassiert der Staat 19 Prozent Mehrwertsteuer. Und fast acht Prozent fließen als Umsatzpacht an die Stadt München, die mit dem Geld die Infrastruktur des Volksfestes bezahlt.

Die Stadtverwaltung in München überprüft die Preise jedes Jahr und vergleicht sie mit den Lokalen in der City. Bisher gab es nie etwas zu beanstanden. Wirtschaftsexperten argumentieren, dass man nicht nur für das Getränk zahlt, sondern für das ganze Erlebnis. Und der Erfolg gibt den Wirten recht: 2025 strömten 6,5 Millionen Menschen auf die Wiesn und bestellten ungefähr ebenso viele Maß. (red)

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