Schluss mit welken Kräutern! So ernten Sie wochenlang.
Nie wieder tote KräuterMit diesen Tipps bleiben Basilikum und Co. wochenlang frisch

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Kräuter brauchen zum Wachsen ausreichend Wasser, Licht und Nährstoffe.
Frische Kräuter wie Petersilie, Basilikum, Rosmarin und Thymian geben jedem Essen den letzten Pfiff. Aber das kennt doch jeder: Im Laden im Topf erstanden, lassen sie daheim schnell die Köpfe hängen. Damit kann jetzt Schluss sein! Mit wenigen simplen Tricks ist eine wochenlange Ernte möglich.
Der größte Fehler unterläuft oft unmittelbar nach dem Einkauf. Anstatt direkt zu ernten, sollten Sie den Gewächsen ein neues Zuhause gönnen. Marina Knust von der Verbraucherzentrale NRW legt nahe, die Kräuter umzupflanzen. Die Begründung ist einfach: In den winzigen Plastikbehältern aus dem Geschäft ist für die Wurzeln kaum Raum. Setzen Sie sie in ein größeres Gefäß oder verteilen Sie die Pflanze auf mehrere Behälter. So können sich die Wurzeln entfalten und die Pflanze gewinnt an Stärke.
Staunässe ist der sichere Tod
Stellen Sie sicher, dass der neue Behälter über Drainagelöcher verfügt. Kräuter verabscheuen nasse Füße! Angestaute Nässe verursacht rasch Wurzelfäule, was zum Absterben der Pflanze führt. Bewässern Sie idealerweise erst dann, wenn die oberste Erdschicht sich trocken anfühlt. Eine simple Prüfung mit dem Finger ist ausreichend. Der Boden sollte immer etwas feucht, aber keinesfalls durchnässt sein.
Auch der Standort will gut gewählt sein. Zu wenig Helligkeit lässt die Blätter fahl werden, während zu viel pralle Sonne sie verbrennen kann. Ein lichtdurchfluteter Ort ohne direkte Mittagssonne, beispielsweise auf dem Fensterbrett oder einem Balkon, ist oft die perfekte Wahl.
Der Kaffee-Trick für eure Kräuter
Und hier ist der Geheimtipp: Nutzen Sie Kaffeesatz als Dünger! Gewächse wie Petersilie, Basilikum oder Minze bevorzugen den leicht sauren Boden, den der Kaffee hinterlässt. Den Kaffeesatz vor der Verwendung gut trocknen lassen, um Schimmel zu verhindern, und anschließend auf die Erde geben. Laut Nabu Bremen ist eine Überdüngung fast ausgeschlossen, da die Nährstoffe nur allmählich freigesetzt werden. Doch Vorsicht, es gibt eine Tücke: Mediterrane, kalkliebende Kräuter wie Bohnenkraut, Salbei oder Lavendel vertragen den Kaffeesatz absolut nicht!
Auch die Art der Ernte ist entscheidend. Immer Schere oder Messer benutzen, nie mit den Fingern zupfen! So geht's richtig: Bei Basilikum die Spitzen über einem Blattpaar kappen, das macht ihn buschig. Bei Petersilie von außen nach innen ernten. Vom Thymian nur die jungen Triebe nehmen. Minze kann man eine Handbreit über dem Boden abschneiden. Schnittlauch braucht einen Schnitt in zwei bis drei Zentimetern Höhe. Und Koriander? Entweder Blätter einzeln pflücken oder ganze Triebe am Boden kappen. (dpa/red)
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