Nach Friedman-Eklat: Neue Chefin für Literaturhaus Klütz.
Neue Chefin nach EklatBarbara Heine übernimmt nach Skandal um Michel Friedman

Copyright: Heiko Preller/-/dpa
Barbara Heine hat nun die Leitung des Literaturhauses Klütz übernommen, das nach der Absage einer Lesung des jüdischen Publizisten Michel Friedman in die Schlagzeilen geraten war.
Neues Kapitel für das Literaturhaus in Klütz: Mehr als sechs Monate nach dem Eklat um Michel Friedman wurde eine neue Leiterin gefunden. Die Stadt gab bekannt, dass Literatur-Expertin Barbara Heine die Führung des Hauses im Kreis Nordwestmecklenburg mit Wirkung zum 1. Juni antritt.
Damit gewinne die Schloßstadt eine versierte Organisatorin, die eine starke Verbindung zu Mecklenburg-Vorpommern habe. Der Posten musste neu besetzt werden, nachdem der vorherige Direktor wegen der Friedman-Affäre seinen Hut nehmen musste.
Eklat um Friedman-Auftritt erschütterte die Kleinstadt
Der Hintergrund: Friedman war für einen Auftritt im Oktober 2025 im Kontext der Hannah-Arendt-Woche im Literaturhaus von Klütz vorgesehen. Die 3.000-Einwohner-Stadt liegt an der Ostsee. Doch auf Wunsch des damaligen Bürgermeisters kam es zur Absage des Termins, was bundesweit für Empörung sorgte.
Die Konsequenz aus dem Eklat: Der damalige Bürgermeister legte sein Amt nieder. Seit Februar ist Martin Kühl von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) der neue Mann an der Spitze der Kleinstadt.
Neue Chefin will „Heimat schaffen“
Heine bringt viel Erfahrung mit: Laut den Informationen gestaltet sie seit über zwei Jahrzehnten erfolgreiche Literatur-Events und Projekte. Sie arbeitete unter anderem für den Norddeutschen Rundfunk (NDR), die Nordkirche und auch die Autorenvereinigung PEN Deutschland.
Sie blickt ihrer neuen Aufgabe voller Freude entgegen. „Für mich ist das Literaturhaus ‚Uwe Johnson‘ eine echte Traumaufgabe“, wird Heine in der Mitteilung zitiert. „Die Stadt hat mit dem Haus einen Ort, an dem sich Kultur und Literatur mit den Menschen und ihrer Region verbinden. Das möchte ich weiter stärken, denn Heimat entsteht da, wo Menschen ihre Geschichten teilen.“ (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
