Nach Wolfsriss Landwirt mit drastischer Aktion – Polizei muss eingreifen

Nach einem Riss durch einen Wolf (hier ein Archivfoto von einem Wolf in Münster von 2016) hat ein Landwirt zu einer drastischen Maßnahme gegriffen.

Nach einem Riss durch einen Wolf (hier ein Archivfoto von einem Wolf in Münster von 2016) hat ein Landwirt zu einer drastischen Maßnahme gegriffen.

Mit einer drastischen Aktion hat ein Landwirt im brandenburgischen Stücken auf einen Wolfsriss reagiert. Die Polizei musste eingreifen.

Stücken. Nach einem Wolfsriss in einem kleinen Ort in Brandenburg hat ein Landwirt mit einer drastischen Aktion für Aufsehen gesorgt. Der Bauer, der Rinder auf einer Koppel hält, wollte ein Zeichen an die Politik senden, doch die Polizei musste eingreifen. Das Signal ist klar, doch die Maßnahme ziemlich heftig.

Immer wieder heftige Diskussionen um Wölfe in Deutschland

Der Streit um den Wolf schwelt seit langem nicht nur in der Politik. Immer wieder gibt es Vorstöße zum Abschuss. Der Wolf habe seine Scheu vor dem Menschen abgelegt, seine Population wachse stark, und die von ihm angerichteten Schäden nähmen zu, so die Kritiker.

Die Befürworter hingegen betonen, dass der Wolf eine nach EU-Recht streng geschützte Art sei und es für die Jagd auf das Tier keine Rechtsgrundlage gebe. Zudem würden Landwirte bei ihren Bemühen unterstützt, ihre Herden vor dem Wolf zu schützen, etwa beim Kauf spezieller Weidezäune.

Landwirt greift nach Wolfsriss zu drastischer Guerilla-Aktion

Ein Landwirt in dem kleinen brandenburgischen Ort Stücken hat nun mit einer Guerilla-Aktion ein drastisches Zeichen gesetzt. Möglicherweise schoss er damit jedoch etwas über das Ziel hinaus.

Demnach sei eines seiner Rinder in der Nacht zum Freitag (3. September 2021) von einem Wolf gerissen worden. Offizielle Angaben, die diese Theorie unterstützten, lagen bislang noch nicht vor. Das tote Rind hätten sein Vater und er dann an einem Traktor aufgehängt, berichtet die „Märkische Allgemeine Zeitung“.

Totes Rind für alle sichtbar aufgehängt – Polizei muss eingreifen

Zwar hing das tote Rind an einem Traktor auf dem Grundstück des Landwirts, jedoch so, dass von einer zentralen Straße in dem Ort für alle gut sichtbar war. Demnach hätten auch Passanten und Autofahrer das aufgehängte tote Tier sehen können.

Auf einem Pappschild, das über dem Rind aufgehängt wurde, stand: „Wolfsopfer. Dank den Träumern in diesem Land.“

Die Polizei setzte der drastischen Aktion schnell ein Ende. Am Nachmittag desselben Tages musste der Landwirt das Tier wieder abhängen. „Es war nach dem Wolfsriss eine spontane Aktion. Wir wollten den Leuten zeigen, dass hinter den Zahlen in den Rissstatistiken solche Bilder stehen“, so der Landwirt. (jv)

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