Ein Juwel der Superlative aus Myanmar – doch der Fund hat eine dunkle Seite.
Irre Entdeckung in MyanmarDieser 11.000-Karat-Rubin stellt alles in den Schatten

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Verkaufshalle für Schmuck und Edelsteine.
Eine Entdeckung in Myanmar erregt international riesige Aufmerksamkeit. In der Umgebung der Ortschaft Mogok stießen Minenarbeiter auf einen Edelstein von enormer Größe, so meldeten es staatliche Kanäle am Freitag. Unglaubliche 11.000 Karat soll der Rubin haben. Der Brocken bringt 2,2 Kilogramm auf die Waage und ist damit ein wahres Pfundskerl.
Es handelt sich um die zweitgrößte Entdeckung dieser Sorte, die je in der südostasiatischen Nation registriert wurde. Ein früherer Rekord-Stein wog zwar beinahe 4,3 Kilogramm, besaß aber eine erheblich geringere Güte. Bei dem jetzt gefundenen Juwel steigern die stark spiegelnde Oberfläche sowie die kräftige Färbung den Wert immens. Das berichtet „t-online“.
Ein Schatz mit blutigem Beigeschmack
Aber die Pracht des Juwels wird von einer düsteren Realität überschattet. Die Fundstelle befindet sich in einer Nation, die seit einer Machtübernahme des Militärs vor fünf Jahren in einem grausamen Bürgerkonflikt versinkt. In dieser Auseinandersetzung kamen Tausende ums Leben, während Millionen Menschen zur Flucht gezwungen wurden.
Die Situation im Land ist weiterhin extrem angespannt. Zu Beginn des Jahres wurde eine Abstimmung durchgeführt, bei der sich der Militärchef Min Aung Hlaing den Präsidentenposten sicherte. Organisationen für Menschenrechte übten heftige Kritik an diesem Urnengang und nannten ihn eine reine Inszenierung.
Guerilla-Stadt, Militär-Minen
Mogok, die Ortschaft nahe der Fundstelle, fiel im Juli 2024 in die Hände der Guerilla-Einheit TNLA. Dennoch werden die Abbaustätten in dem Gebiet seit letztem Jahr aufgrund einer Waffenruhe vom Militär überwacht. In der Stadt Mogok selbst, gelegen in einer Nation mit 54 Millionen Bürgern, wohnen etwa 90.000 Personen. (red)
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