Riesen-Sorge auf der Sonneninsel: Das Wasser aus dem Hahn ist eine echte Gefahr!
Gift-Alarm auf MallorcaBeliebte Urlaubsinsel hat ein riesiges Trinkwasser-Problem

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Holzblock mit Aufschrift „CLIMATE NEEDS CARE“ in Pflanzen.
Auf der beliebten Ferieninsel der Deutschen ist die Lage dramatisch: Der Zustand des Wassers gibt Anlass zu großer Sorge. Eine düstere Darstellung der Situation liefert ein Report von Greenpeace, der sich auf behördliche Angaben sowie eigene Erhebungen stützt. In ganz Spanien zählen die Balearen zu den Gebieten mit der höchsten Nitratbelastung. Kaum zu fassen: Die komplette unterirdische Wasserversorgung der Inseln ist von Nitratverunreinigungen betroffen – ein negativer Spitzenwert.
Die Auswertung belegt, dass 2024 auf Mallorca etliche Kommunen den erlaubten Grenzwert von 50 Milligramm je Liter überschritten. Das Leitungswasser in Ortschaften wie Sineu, Petra, Campos und Ariany galt deswegen phasenweise als ungenießbar. Die Situation ist aber auch in Llucmajor, Vilafranca de Bonany, Ses Salines und Santanyí kritisch, da die Messwerte sich dort durchgehend am Limit bewegen. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.
Woher die heimtückische Verschmutzung kommt
Was ist also die Quelle für diese versteckte Bedrohung im Wasser? Laut Greenpeace sind hauptsächlich der intensive Ackerbau und die Massentierhaltung für die Misere verantwortlich. Dünger mit Stickstoff sowie Jauche aus großen Agraranlagen dringen unaufhaltsam ins Erdreich ein und kontaminieren die unterirdischen Wasserspeicher. Das ist eine gewaltige Herausforderung, da Mallorcas Wasserressourcen limitiert sind und sich nur sehr schleppend regenerieren.
Die Aktivisten für Umweltschutz üben deutliche Kritik: „Wir exportieren Fleisch, aber bleiben auf Wasser von miserabler Qualität sitzen“. An die zuständigen Stellen richten sie eine unmissverständliche Forderung: Die Verwendung von chemischem Dünger muss massiv reduziert und der Ausbau der Massentierhaltung angehalten werden, damit die Wasservorräte der Insel gerettet werden können.
Wissenschaftlich betrachtet, stellt sich die Situation sogar noch ernster dar. Um die Gesundheit auf lange Sicht zu sichern, verweist Greenpeace auf eine Obergrenze von lediglich 6 Milligramm je Liter, speziell im Hinblick auf Gefahren wie Darmkrebs. Wendet man diesen härteren Standard an, zeigen weite Gebiete der Es Pla-Region und auch Kommunen wie Sa Pobla, Muro und Felanitx eine erhebliche Belastung.
Eine von Greenpeace publizierte interaktive Karte, basierend auf Informationen des spanischen Gesundheitsministeriums für das Jahr 2024, verdeutlicht die ganze Tragweite des Problems. Das Wasser aus dem Hahn war in 332 Kommunen Spaniens im Jahr 2024 phasenweise ungenießbar, da die Obergrenze von 50 mg/l überschritten worden war.
Die Daten sind alarmierend: Der von Forschenden angeratene Wert von 6 mg/l wurde 2024 in 2.860 Kommunen wenigstens einmal überschritten. Dies heißt, dass bei 51,17 Prozent der geprüften Gemeinden das Wasser eine Nitratbelastung zeigt, welche den von der Wissenschaft angeratenen Grenzwert übersteigt. (red)
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