Denkwürdige Pressekonferenz Kölner Dreigestirn haut auf den Tisch – „das macht man nicht“

Es waren mal acht Millionen... Alles futsch! „Lotto-Achim“: So verlor ich mein Geld

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,,Lotto-Achim" (l.) mit Ehefrau Petra (r.) im Garten

Rönnau – Erst Lotto-Millionär, dann gar nix mehr?

Was Callie Rogers, der einst jüngsten britischen Lotto-Gewinnerin aller Zeiten passiert ist, kann Hans-Joachim Bubert (55) aus Rönnau (Schleswig-Holstein) nachempfinden.

Denn: Auch seiner Frau Petra (58) und ihm rutschten die Millionen im Laufe der Zeit nur so durch die Finger, nachdem sie im Juli 1994 im Spiel 77 satte 7.977.777 Mark (!) Gewinn eingestrichen hatten - vor allem durch Gutmütigkeit...

Paar verschenkte 3,5 Millionen an Freunde

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„Wir haben allein an die 3,5 Millionen verschenkt“, sagt „Lotto-Achim“ uns. „Es ist echt so: Wenn du mit einem Schlag reich wirst, melden sich plötzlich alle. Wenn es dir aber dann später schlecht geht, ist keiner mehr da.“

Besonders bitter spricht der gelernte Zimmermann über einen alten Freund, mit dem er einst „30 Jahre lang Tür an Tür gewohnt hatte“. Bubert: „Ich habe ihm 35.000 Euro geschenkt. Bis heute hat er mir nicht mal 100 als Geste zurückgegeben.“

bubert

Buberts Leidenschaft ist die Musik. „Ein Sack Zement“ heißt sein neuestes Lied.

Durch Immobilien-Flops, die Wirtschaftskrise 2008, Machenschaften eines - wie Bubert sagt - Betrügers, ging der Reichtum dahin. Seit Monaten lautet die Realität infolge eines Rechtsstreits Arrest-Verfahren.

Heißt: Die Konten wurden gesperrt, die Gelder eingefroren. Das Paar lebt angeblich deshalb nur noch von den Einnahmen des eigenen Angel-Shops.

Petra und Achim am eigenen Teich mi Boote (2)

Hans-Joachim Bubert und seine Frau Petra am eigenen Teich.

„Lotto-Achim“ hat ein Lied aufgenommen: „Ein Sack Zement“

Besagter Angel-Shop gehört zu dem „Beton-Gold“, das die Buberts noch haben: Ein laut „Lotto-Achim“ 7000 Quadratmeter großes Anwesen, zu dem auch ein Tonstudio gehört. Denn seine Leidenschaft ist die Musik. Neuestes Lied bezeichnenderweise: „Ein Sack Zement“. 

Inzwischen bereut er, nicht aus der gewohnten Umgebung abgehauen zu sein und einen Neuanfang woanders gewagt zu haben, wo niemand ihn und seine Frau gekannt hätte: „Diese Idee hatten wir mal“, sagt er. „Wir hätten sie besser in die Realität umgesetzt.“

Ehefrau Petra möchte das Thema Lotto-Gewinn nur noch vergessen. Sie sagt uns gegenüber klipp und klar: ,,Es belastet unsere Familie, vor allem die Kinder. Ich möchte mich aus dieser Situation herauskämpfen. Aber stattdessen werden wir immer wieder auf diese Lotto-Geschichte angesprochen. Irgendwann muss es auch mal gut sein! Ich hoffe, dass die Leute das verstehen!"

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