Nach Einführung der 2G-Regel für Ausstellungen hat die Gedenkstätte Buchenwald unzählige Hassnachrichten erhalten. Der Leiter der Einrichtung erklärte, dass die Qualität des Hasses eine neue Ebene erreicht hat.
Neue Ebene erreichtKZ-Gedenkstätte führt 2G ein – Reaktionen machen fassungslos

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Die KZ-Gedenkstätte Buchenwald, hier am 5. August 2021, setzt mittlerweile auch auf 2G.
Widerliche Vorfälle! Nach der Einführung der 2G-Regel für Ausstellungen hat die Gedenkstätte Buchenwald Hunderte Hassnachrichten erhalten. Das bestätigte der Leiter der Einrichtung Jens-Christian Wagner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es sei nicht neu, dass die Gedenkstätte von Rechtsextremisten angefeindet werde, allerdings hätten die Hassmails durch ihre abscheuliche Aggressivität eine neue Ebene erreicht. „So was kannte ich in dieser Massivität noch nicht.“
Gedenkstätte Buchenwald erhält Hassnachrichten
Vor allem direkt nach der Einführung der Regel, dass nur noch Geimpfte und Genesene die Ausstellungen der Gedenkstätte besuchen dürfen, habe es etliche solcher Nachrichten gegeben.

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Jens-Christian Wagner, hier am 2. Oktober 2020, hat erklärt, dass die Qualität der Hassnachrichten gestiegen ist.
„Das war eine heftige Welle, aber so seit einer Woche ist das wieder ruhiger geworden.“ Jetzt tröpfle es nur noch und das gehe aus seiner Sicht offensichtlich auf Stimmungsmache in den Netzwerken von Querdenkern, Corona-Impfgegnern und extremen Rechten zurück.
Querdenker vergleichen Impf-Strategie mit Holocaust
„Uns wurden Screenshots geschickt von Impfgegnern, wo Memes über Telegram geteilt wurden, nach dem Motto: In Buchenwald ist die Diktatur wieder eingeführt, und jetzt werden Ungeimpfte genauso verfolgt wie Juden bis 1945“, erzählte er weiter. In diesem konkreten Fall habe sich die Polizei der Mails angenommen.
Auch wenn in einigen Telegram-Gruppen schon zu Märschen nach Buchenwald aufgerufen worden sei – vor tätlichen Angriffen mache er sich keine großen Sorgen. Die Security sei wachsam und gut ausgebildet und es gebe ständigen Kontakt mit der Polizei. (dpa/red)

