Provokante Künstlerin Valie Export mit 85 Jahren gestorben.
„Kunst muss aggressiv sein“Provokante Künstlerin Valie Export ist im Alter von 85 Jahren tot.

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Sie war eine Vorreiterin des feministischen Aktionismus: Valie Export ist mit 85 Jahren gestorben.
Eine prägende Figur der Kunstszene ist von uns gegangen. Valie Export, die bedeutende Aktionskünstlerin aus Österreich, verstarb am Donnerstag. Die für ihre aufrüttelnden und feministischen Arbeiten gefeierte Frau wurde 85 Jahre alt. Ihr Tod in Wien wurde durch die Valie Export Stiftung bestätigt.
Als Waltraud Stockinger kam sie 1940 in Linz zur Welt. Doch die Welt kannte sie als Valie Export. Ihr Werk? Eine krasse Mischung aus Performance, Film, Fotografie und Medienkunst. Die Nachricht von ihrem Tod erschüttert die Kunstszene weit über Österreichs Grenzen hinaus.
Skandal-Aktion machte sie berühmt
Ihre radikalen Performances machten sie bekannt. Schon 1968 sorgte sie für einen Eklat, als sie mit dem „Tapp und Tastkino“ auftrat. Dabei hatte sie sich eine Kiste vor den entblößten Oberkörper gebunden. In der Wiener City durften Passanten für 33 Sekunden durch eine Öffnung fassen und ihre nackte Brust berühren.
Die nächste Provokation ließ nicht lange auf sich warten: 1969 kam es zur Aktion „Genitalpanik“. Mit einer im Schritt offenen Hose marschierte sie bei einem Filmfest in München in ein Kino. Dort konfrontierte sie das Publikum mit ihrer Intimbehaarung.
Ihr Credo: „Kunst muss aggressiv sein“
Ihr Leitspruch war unmissverständlich: „Kunst muss aggressiv sein.“ Laut der Stiftung drehte sich ihr gesamtes Schaffen um die kritische Befragung, wie die Gesellschaft den weiblichen Körper sieht und in Normen presst.
„Dabei nimmt sie unerschrocken und kompromisslos intime, tabuisierte oder gesellschaftlich verdrängte Inhalte in den Blick“, so die Würdigung in der Mitteilung. (dpa/red)
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