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Krimi in SchwedenWie zwei Handys ein weltweites Drogen-Imperium zu Fall brachten

Europol

Copyright: Jerry Lampen/anp/dpa

Das kriminelle Netzwerk streckte sich laut Europol von Europa über Asien und Australien aus.

Was für eine Story! Eine Routine-Kontrolle in Schweden deckt ein gigantisches Drogen-Netzwerk auf, das bis nach Deutschland reicht. 15 Festnahmen – und alles wegen zwei Smartphones.

Ein gewaltiger Coup für die internationale Strafverfolgung. In Den Haag gab die Polizeibehörde Europol bekannt, dass eine weltweit agierende kriminelle Organisation ausgehoben wurde. In vier Staaten klickten bei 15 Personen die Handschellen. Die Bande soll ein Firmengeflecht betrieben haben, um Einnahmen aus Drogengeschäften reinzuwaschen.

Die Spur führt von Schweden aus

Die Geschichte hat Züge eines Thrillers: Der Ausgangspunkt war die Sicherstellung von zwei Handys in einer kleinen Gemeinde im westlichen Schweden im Jahr 2024, so Matts Berggren, der stellvertretende Polizeichef des Landes. Aus ermittlungstaktischen Gründen verriet er den genauen Ort nicht.

Berggren schilderte: „Lokale Polizeibeamte fanden in den Telefonen die gespeicherten Daten eines ausgeklügelten globalen Verbrechernetzwerkes“. Daraufhin kooperierten über die nächsten zwei Jahre hinweg Fahnder aus Deutschland, Spanien, Schweden und Australien, um die Bande zu sprengen.

Deutschland als wichtiger Schauplatz

In dieser Woche erfolgte der Zugriff im Rahmen einer von Europol geleiteten Operation. Dabei kam Deutschland eine Schlüsselrolle zu: Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet, wurden hierzulande 1,2 Tonnen synthetische Drogen beschlagnahmt. Die Lieferung war für den Weitertransport nach Australien bestimmt.

Diese Entdeckung hatte zwei Verhaftungen in Australien zur Folge. Andere vermutliche Rädelsführer konnten in Spanien und Schweden dingfest gemacht werden. Die Organisation, deren Tentakel von Europa über Asien bis nach Australien reichten, steuerte den Drogen-Onlinehandel von Thailand aus, mit einem Fokus auf den skandinavischen Markt.

Andy Kaag, der Chef der Abteilung für organisierte Kriminalität bei Europol, fasste zusammen: „Es fängt mit etwas Kleinem an. Aber es ist global.“ Der Überraschungsmoment: Die Mehrheit der verhafteten Personen war laut Europol-Informationen für die Polizei bisher völlig unbekannt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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