Krebszellen können sich nicht mehr verstecken.
Krebs-DurchbruchNeue Pille reißt Tumoren die Tarnkappe weg

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Hand in Handschuh pipettiert Blut in Laborplatte.
Riesen-Hoffnung für so viele Krebskranke! Eine neue „smarte Arznei“ schafft es, Tumore bei sechs der häufigsten Krebsformen weltweit um mindestens 30 Prozent zu verkleinern. Erste Ergebnisse aus einer klinischen Untersuchung sorgen jetzt für mächtig Wirbel.
Immunbehandlungen haben zwar die Prognose für zahlreiche Patienten verbessert, doch oft ist Endstation. Das Problem: Etliche Tumorzellen tarnen sich einfach vor der körpereigenen Abwehr und wachsen dann ungehindert weiter. Wissenschaftler in Oxford haben jetzt eine Tablette konzipiert, die genau da ansetzt. Das berichtet „the Guardian“.
Wie die Pille den Krebs austrickst
Die Arznei in der Testphase heißt GRWD5769 und soll den Krebszellen ihren Schutzmantel nehmen. So werden sie für die Abwehrkräfte des Körpers wieder erkennbar. Eine gleichzeitig angewendete Immunbehandlung kann sie dann präzise finden und vernichten. Man kann sagen: Die bösartigen Zellen werden demaskiert und sind dann angreifbar.
Geschwülste überlisten die Körperabwehr, indem sie ein als ERAP1 bekanntes Enzym verändern. Das macht sie für die T-Zellen – die Kampftruppe unseres Körpers – unsichtbar. Der neue Wirkstoff GRWD5769 hemmt dieses Enzym und knackt damit das Problem.
Testphase macht große Hoffnung
83 Erkrankte nahmen an der Untersuchung teil, die im Vereinigten Königreich, Frankreich, Spanien und Australien lief. Die Diagnosen: Gebärmutterhals-, Blasen-, Leber-, Darm-, Lungen- oder Kopf- und Halskrebs. Das Krasse: Keiner der Beteiligten hatte auf frühere Therapien reagiert, die meisten galten als austherapiert.
Die Resultate, präsentiert auf dem global größten Krebskongress in Chicago, machen richtig Mut: Bei 26 der Therapierten wurden die Geschwülste kleiner. Für 15 dieser Personen ging die Tumorgröße sogar um mindestens 30 Prozent zurück. Studienleiterin Fiona Thistlethwaite sagte dazu: „Für ein Medikament, das als Tablette verabreicht wird, ist das sehr beeindruckend.“
Erfolge bei sechs verschiedenen Krebsarten
Die Arznei schlug bei allen sechs Krebsformen an. Das Wachstum der Krankheit wurde für mindestens sechs Monate aufgehalten bei: 18 Prozent der Frauen mit Gebärmutterhalskrebs, 32 Prozent der Leberkrebserkrankten und 36 Prozent der Menschen mit Blasenkrebs. Noch stärkere Ergebnisse gab es bei Kopf- und Halskrebs (38 Prozent), Darmkrebs (51 Prozent) und Lungenkrebs (55 Prozent).
Auch andere Experten sind zuversichtlich. Samuel Godfrey von Cancer Research UK bezeichnete die Resultate als „ermutigend“, schränkte aber ein: „Dies ist noch eine Studie im Frühstadium, und es werden größere Studien erforderlich sein, um festzustellen, ob dieser Ansatz den Patienten dauerhafte Vorteile bringen kann.“ (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
