Busfahrer lässt Passagier ans Steuer – zwei Verletzte!
Irre Bus-AktionFahrer lässt Gast ans Steuer – fristlose Kündigung und Verletzte

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Ein Busfahrer hat einen Passagier ans Steuer gelassen - jetzt erhält er die Quittung. (Symbolbild)
Eine absolut irre Aktion in Bamberg hat für einen Busfahrer jetzt ein böses Nachspiel. Er überließ einem Passagier einfach das Steuer seines Linienbusses – mit anderen Menschen an Bord!
Die gefährliche Szene ereignete sich unweit des zentralen Omnibusbahnhofs. Die Fahrt dauerte nicht mal 100 Meter, endete aber mit einem heftigen Ruck: Der Aushilfs-Fahrer machte eine Vollbremsung. Zwei Fahrgäste stürzten und zogen sich laut Polizeiangaben leichte Prellungen zu.
Job für Fahrer (ca. 30) futsch
Für den ungefähr 30 Jahre alten Fahrer ist die Karriere bei den Stadtwerken Bamberg damit vorbei. Er wurde noch am Freitagnachmittag suspendiert, nun folgte der endgültige Rauswurf. „Der Arbeitsvertrag wird fristlos und außerordentlich gekündigt“, verkündeten die Stadtwerke. Das Vertrauen sei „irreparabel gestört“.
Sogar der Betriebsrat trägt diese Entscheidung mit. Zusätzlich wurde dem Mann ein Hausverbot erteilt. Geschäftsführer Michael Fiedeldey fand klare Worte: „Mit seinem Verhalten hat der Busfahrer nicht nur alle Kolleginnen und Kollegen in Misskredit gebracht, die tagtäglich einen guten Job machen. Auch das Image der Stadtwerke Bamberg wurde durch derartiges gedankenloses Verhalten stark beschädigt.“
Jetzt ermittelt die Polizei
Doch das ist noch längst nicht alles. Das Unternehmen prüft juristische Schritte gegen den Fahrer und den Passagier. Auch die Polizei hat Ermittlungen gegen die beiden Männer eingeleitet. Dem Fahrgast am Steuer droht ein Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Körperverletzung aus Leichtsinn. Der eigentliche Busfahrer muss sich für Delikte nach dem Straßenverkehrsgesetz und dem Strafgesetzbuch verantworten.
Was die beiden zu diesem lebensgefährlichen Tausch getrieben hat, ist weiterhin ein komplettes Rätsel. „Das ist die spannende Frage, die wir alle nicht beantworten können“, so ein Sprecher des Unternehmens. Eine Anhörung gab es zwar, das Motiv bleibt aber im Dunkeln. „Wir wissen auch nicht, in welchem Verhältnis die zueinander standen, wie es konkret zu dieser Situation gekommen ist, ob die sich verabredet haben oder was auch immer - alles Spekulation.“ Für die Kündigung sei das am Ende aber auch egal. (dpa/red)
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