Nervenkitzel pur beim Baden: An US-Stränden kreuzen gefährliche Meeresräuber direkt neben Urlaubern auf.
Horror am UferWeiße Haie tummeln sich plötzlich im Flachwasser

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Vor Kaliforniens Küste werden derzeit auffallend viele Weiße Haie gesichtet. (Symbolbild)
Kaliforniens Pazifikstrände erleben momentan ein seltenes Naturschauspiel: Zahllose Raubfische nähern sich verblüffend dicht dem Ufer. Teils kommen die Meeresjäger Personen auf Surfbrettern oder planschenden Touristen bedrohlich nahe. Während viele Urlauber erschaudern, beobachten Ozean-Experten das Treiben mit Faszination.
Fachleute der Forschungseinrichtung „Shark Lab“ an der kalifornischen Long-Beach-Universität kontrollieren kontinuierlich die Bahnen von etlichen markierten Exemplaren. Nach Angaben von Institutsleiter Chris Lowe zählen Einsatzkräfte an manchen Abschnitten Tag für Tag etwa 20 Raubfische. Manche Flossen schwammen knapp 15 Meter vor der Brandung durch knietiefe Fluten.
Warmes Meer treibt Raubfische nach Norden
Hinter diesem Phänomen steckt vorrangig die Wetteranomalie El Niño, wodurch sich weite Teile des Ostpazifiks spürbar aufheizen. Speziell jüngere Exemplare, welche gewöhnlich im Meeresraum vor Mexiko beheimatet sind, flüchten vor dieser Hitze weiter gen Norden. Bereits im Spätwinter tauchten erste Tiere auf – sonst passiert das frühestens ab April.

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Als Hauptursache für das gehäufte Auftreten gilt das Klimaphänomen El Niño, das für eine spürbare Erwärmung des östlichen Pazifiks sorgt. (Symbolbild)
Die flachen Buchten im Süden Kaliforniens dienen dem Hai-Nachwuchs als geschütztes Areal. Dort fressen sie kleinere Fische sowie Rochen und bleiben vor erwachsenen Artgenossen verschont. Weil die Temperaturen im Meer so hoch bleiben, vermuten Behörden, dass die Jungtiere dieses Jahr noch weiter nordwärts schwimmen und ungewöhnlich lange nahe am Strand ausharren.
Drohnenaufnahmen zeigen kaum Gefahr für Schwimmer
Trotz der geringen Entfernung geben Fachleute Entwarnung. „Junge Weiße Haie zeigen normalerweise kaum Interesse an Menschen", beruhigt Chris Lowe. Wie Auswertungen von Drohnenbildern an zwei bekannten Hotspots belegen, verbrachten Badegäste und Meeresräuber in 97 Prozent aller untersuchten Minuten simultan Zeit im identischen Uferbereich – fast jedes Mal, ohne dass die Schwimmenden von den Tieren etwas mitbekamen.
Für die Ozeanforschung bedeutet die hohe Population sogar ein überaus positives Zeichen: Weil diese geschützte Hai-Art ganz oben in der Nahrungskette rangiert, beweist ihr starkes Vorkommen eine fortschreitende Regeneration des marinen Ökosystems. (red)
