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Irrer KraftaktTausende Helfer ziehen tonnenschweren Burgturm mit Seilen

Nach den Restaurierungsarbeiten in Hirosaki in der Präfektur Aomori ziehen Freiwillige am 26. August 2026 einen Teil der Burg Hirosaki mit Seilen an ihren ursprünglichen Standort zurück.

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Nach den Restaurierungsarbeiten in Hirosaki in der Präfektur Aomori ziehen Freiwillige am 26. August 2026 einen Teil der Burg Hirosaki mit Seilen an ihren ursprünglichen Standort zurück.

Spektakel in Japan: 1800 Freiwillige ziehen einen tonnenschweren Burgturm mit Tauen an seinen alten Ort.

Was für ein spektakuläres Spektakel im japanischen Norden! Etwa 1800 Menschen packten am Wochenende beherzt an, um den etliche hundert Tonnen wiegenden Wehrturm der Hirosaki-Festung zu verrücken. Mit bloßen Händen, dicken Tauen sowie Rollen bugsierte die Truppe das monströse Bauwerk knapp zwei Meter voran – darüber berichteten unter anderem „The Guardian“ und CNN.

Das Mega-Vorhaben stieg im Aomori-Distrikt auf Japans Hauptinsel Honshu. Unumgänglich wurde der Kraftakt, weil ein heftiges Beben die angrenzende Wehrmauer schwer beschädigt hatte. Um jene Mauer wieder herzurichten, musste das massive Monument temporär weichen.

Jahrhundertealte Tradition schützt das Denkmal

Im Verlauf der kniffligen Sanierungsphase mussten exakt 2185 Steinblöcke millimetergenau an ihre frühere Stelle gesetzt werden. Dieser Arbeitsabschnitt fand im Dezember 2024 seinen Abschluss.

Menschen stehen an.

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Das Interesse an der Gemeinschaftsaktion war enorm.

Damit das kostbare Denkmal keinen Schaden nimmt, vertraute man auf die uralte Methode „Hikiya“. Statt die Festung komplett abzureißen, lagert das intakte Gebäude auf Schienen nebst Walzen und wandert am Stück.

„Weil der Burgturm als national bedeutendes Kulturgut ausgewiesen ist, haben wir ihn nicht zerlegt“, schilderte Kensuke Hayasaka von der Park- und Grünflächenabteilung der Stadt Hirosaki. „Wir nutzen Hikiya, eine Methode zur Versetzung von Gebäuden, die in Japan seit der Antike existiert.“

Riesen-Andrang: Tausende wollten mit anpacken

Um das historische Denkmal zu schonen, griffen die Verantwortlichen auf eine traditionelle japanische Versetzungstechnik namens „Hikiya“ zurück.

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Um das historische Denkmal zu schonen, griffen die Verantwortlichen auf eine traditionelle japanische Versetzungstechnik namens „Hikiya“ zurück.

Die Begeisterung für das Gemeinschaftsevent sprengte alle Erwartungen. Ganze 8000 Interessierte bewarben sich auf die 1800 Zug-Plätze. Damit überstieg die Nachfrage das Kontingent um das Vierfache! Leute reisten nicht nur aus ganz Japan an, sondern sogar aus Nordamerika, Südostasien sowie Europa, um live dabei zu sein.

Besucher beobachten, wie Freiwillige den Burgturm Hirosaki nach den Restaurierungsarbeiten mit Seilen an ihren ursprünglichen Standort zurückziehen.

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Besucher beobachten, wie Freiwillige den Burgturm Hirosaki nach den Restaurierungsarbeiten mit Seilen an ihren ursprünglichen Standort zurückziehen.

Erstmals nach mehr als einem Säkulum kam das traditionelle Vorgehen erneut zur Anwendung. Das gemeinsame Ziehen währt noch bis zum Monatsende im August. Danach hieven schwere Spezialmaschinen das Gebäude über eine Restdistanz von knapp 73 Metern auf das finale Fundament (red).

Ehe Schaulustige das Wahrzeichen erneut von innen bestaunen dürfen, vergeht freilich noch reichlich Zeit. Steht die Konstruktion erst einmal auf ihrem angestammten Fundament, starten umfangreiche Konservierungsschritte und die Festung wird komplett verhüllt. Nach momentanen Planungen öffnet die Attraktion wohl erst im Jahre 2033 erneut ihre Pforten für das Publikum. (red)

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