Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Die von Ihnen aufgerufene Adressse ist leider nicht (mehr) verfügbar. Wir haben Sie daher auf unsere Homepage umgeleitet.

Hochwasser in Bayern Keine weiteren Unwetter erwartet, Aufräumarbeiten beginnen 

Ein Feuerwehrmann steht auf einer Straße, die zum Königssee führt, und über die noch Wasser abfließt.

Ein Feuerwehrmann steht am 18. Juli auf einer Straße, die zum Königssee führt, und über die noch Wasser abfließt. Mehr als 160 Menschen mussten in der Urlaubsregion rund um den Königssee nach dem Unwetter am Wochenende aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden.

Die Unwetter haben Deutschland vergangene Woche schwer getroffen. Erst stürmte Tief Bernd über den Westen des Landes, dann gab es auch in Sachsen, Bayern und im Nachbarland Österreich schwere Überflutungen und Hochwasser. Die Aufräumarbeiten dauern an. 

München. Sinkende Pegelstände und fortschreitende Aufräumarbeiten auf der einen Seite, eine Debatte über Versäumnisse beim Bevölkerungsschutz und politische Konsequenzen auf der anderen: Während sich die Lage in den Hochwassergebieten in Deutschland beruhigt, nimmt die politische Debatte über Folgen für Katastrophen- und Klimaschutz Fahrt auf.

Mehrere Spitzenpolitiker forderten am Montag Änderungen vor allem auf Bundesebene. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) reiste in die von der Flutkatastrophe besonders betroffenen Gebiete in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Der aktuelle Stand von Montag (19. Juli)

  • Die durch Unwetterfolgen blockierte Bahnstrecken sind wieder befahrbar, etwa von Dresden (Sachsen) nach Prag (Tschechien). Im Laufe der Woche soll zudem die Schifffahrt auf dem Rhein bei Speyer (Rheinland-Pfalz) und Karlsruhe (Baden-Württemberg) wieder freigegeben werden. Entspannung versprechen die Wetteraussichten für die kommenden Tage: Es soll weitgehend trocken bleiben.
  • Die Zahl der Todesopfer im Kreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) ist von 110 auf 117 gestiegen. Zudem seien mindestens 749 Menschen verletzt worden, teilte eine Polizeisprecherin in Koblenz mit. Aus NRW waren zuletzt 46 Tote infolge der Unwetter bekannt.
  • Auch im besonders stark von Unwettern getroffenen Berchtesgadener Land konnten die Menschen aufatmen. „Die Nacht verlief ruhig“, hieß es bei der Feuerwehr. Die Helfer seien mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Anlass zur Hoffnung geben auch die Wetteraussichten. Bis auf einzelne kurze Schauer soll es in den kommenden Tagen trocken bleiben. Unwetter seien derzeit nicht in Sicht, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
  • Nach dem verheerenden Unwetter im Südosten Bayerns war auch in Passau eine Hochwasser-Katastrophe befürchtet worden - doch die Lage hat sich mittlerweile entspannt. Am Montagmorgen lag der Wasserstand der Donau in Passau bei 8,19 Metern und damit unterhalb der höchsten Hochwasserwarnstufe von 8,50 Metern. Auch der Inn bereitet derzeit keine Sorgen. Einzelne Bereiche der Stadt wurden zwar überschwemmt. Von katastrophalen Zuständen sei man aber zum Glück noch entfernt, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Die Feuerwehr rechnet damit, dass am Abend oder spätestens am Dienstag die Aufräumarbeiten beginnen können.