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Kehlsteinhaus am Obersalzberg brenntInferno in Hitlers „Adlernest“ – Festnahme

Das Kehlsteinhaus auf dem Obersalzberg in Berchtesgaden steht in Flammen.

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Das Kehlsteinhaus am Obersalzberg in Berchtesgaden steht in Flammen.

Aktualisiert:

Das Kehlsteinhaus am Obersalzberg in Berchtesgaden steht in Flammen. Eine Person wurde vorläufig festgenommen.

Inferno am Obersalzberg. Das bekannte Kehlsteinhaus in Berchtesgaden steht in Flammen. Die Löscharbeiten und die Ermittlungen zur Brandursache laufen auf Hochtouren. Eine verdächtige Person sei vorläufig festgenommen worden, teilte die Polizei in Oberbayern am frühen Samstagmorgen (24. Oktober) mit.

Ob die festgenommene Person mit dem Brand in Zusammenhang steht, werde noch untersucht. Die Kriminalpolizei Traunstein habe die Ermittlungen übernommen.

Kehlsteinhaus: Zugang zur Berggaststätte schwierig

Laut einem Polizeibeamten brannte es am Morgen gegen 7 Uhr immer noch in der berühmt-berüchtigten Berggaststätte. Die ersten Rettungskräfte waren nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd am Freitagabend um 21.52 Uhr eingetroffen und hatten einen Großbrand festgestellt.

Die Anfahrt zum Kehlsteinhaus mit den Löschzügen gestaltete sich demnach wegen der Lage des Gebäudes schwierig. Zudem könnten das nähere Umfeld der Gaststätte sowie das Gebäude selbst nur mir schwerer Atemschutzausstattung betreten werden.

Von Verletzten geht die Polizei aber nicht aus. Nach bisherigen Erkenntnissen habe sich niemand im Kehlsteinhaus aufgehalten. Das Gebäude auf 1.834 Metern Höhe ist seit 1952 eine Berggaststätte.

Laut der Internetseite des Zweckverbandes Bergerlebnis Berchtesgaden sollte das Kehlsteinhaus - auch Eagle's Nest (Adlernest) genannt - in dieser Saison noch bis zum 8. November geöffnet sein.

Erbaut in NS-Zeit

Das Kehlsteinhaus war zur Zeit im Auftrag der NSDAP nach Plänen von Roderich Fick als Repräsentationsgebäude errichtet worden. Es wurde 1938 fertiggestellt und befand sich in einem abgeriegelten und für die Öffentlichkeit gesperrten Wohn- und Regierungsareal der nationalsozialistischen Führung.

Es ist ein denkmalgeschützter Täterort und war Teil des Führersperrgebietes Obersalzberg. Eine Ausstellung dort widmet sich der Geschichte des Gebäudes.

Das Kehlsteinhaus ist seit 1952 eine Berggaststätte. Jedes Jahr kommen zahlreiche Touristen und Touristinnen auf den Obersalzberg.

Copyright: AFP

Das Kehlsteinhaus – auch Adlernest genannt –  ist seit 1952 eine Berggaststätte. Jedes Jahr kommen zahlreiche Touristen und Touristinnen auf den Obersalzberg.

Der Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden schreibt auf seiner Seite über das Haus: „Erbaut 1937/38, sollte in der NS-Zeit das damals sogenannte Teehaus als politischer Repräsentationsort abseits der Öffentlichkeit dienen. Tatsächlich blieb die Bedeutung des Kehlsteinhauses gering.“

Adolf Hitler habe dort Diplomaten oder andere ausländische Gäste empfangen. „Viel häufiger nutzte es die am Obersalzberg versammelte NS-Entourage zur Erholung und für private Feiern.“ (dpa)