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Wal-Drama nimmt kein EndeNeue Spekulationen um Todesursache

Aktualisiert:

Gefahr vor Dänemarks Küste: Toter Wal droht zu explodieren.

Die Tragödie um Buckelwal „Timmy“ eskaliert. Vor der Küste Dänemarks bläht sich sein toter Körper auf. Eine Detonation wirkt unausweichlich.

Ein jämmerliches Finale für Wal „Timmy“. Sein Leichnam ist zu einer explosiven Gefahr geworden. Seit zwölf Tagen verrottet der tote Buckelwal nun schon auf einer Sandbank bei der Insel Anholt in Dänemark.

Und es wird noch dramatischer: Der Tierkörper füllt sich unaufhörlich mit Verwesungsgasen und schwillt sichtlich an. Insbesondere der Kehlsack des gigantischen Säugers, dessen Haut als extrem flexibel bekannt ist, hat sich enorm ausgedehnt.

Forscher befürchten eine massive Detonation

Eine Bergung des Wals? Aktuell undenkbar, die Gefahr ist zu groß! Der angeschwollene Leichnam kann jeden Augenblick mit einer gewaltigen Wucht zerplatzen. Schon letzte Woche sprach der Walforscher Fabian Ritter eine Warnung aus. „Der Druck im Inneren des Tieres baut sich immer weiter auf, und irgendwann könnte es mit einem großen Knall in die Luft fliegen“, lautet seine unheilvolle Einschätzung. „Eine solche Situation ist schon fast abzusehen.“

Der tote Buckelwal „Timmy“ liegt aufgebläht vor der dänischen Insel Anholt.

Copyright: Marcus Golejewski/dpa

Der tote Buckelwal „Timmy“ liegt aufgebläht vor der dänischen Insel Anholt.

Ein Bergungsversuch war für Dienstag geplant, aber die Aktion scheiterte an starkem Wind und hohem Seegang. Seit Beginn der Woche beraten die dänischen Naturschützer, eine Lösung war bis Donnerstagfrüh jedoch nicht in Sicht.

Um die Gefahr einer Detonation zu verringern, wurde über eine „Entgasung“ nachgedacht, die durch einen gezielten Schnitt erfolgen sollte. Dieser gewagte Eingriff wird jetzt aber als zu heikel bewertet, der richtige Zeitpunkt dafür ist verstrichen.

Ein Job wie für einen Bombenentschärfer

Im „Spiegel“ äußert sich auch der dänische Biologe Peter Teglberg Madsen besorgt. „Die Gefahr einer Explosion besteht. Dabei fliegen kiloschwere Fleischbrocken durch die Luft, die tödlich sein können“, führt der Walexperte aus. Mit einem langen Messer müsse man den Kadaver „entgasen“. Diese Aufgabe sei, so Madsen, „wie eine Bombe zu entschärfen“.

So findet die wochenlange Odyssee von „Timmy“, die ihn auch an die deutsche Ostseeküste verschlagen hatte, ein dramatisches Ende. Noch Mitte April war es einer privaten Gruppe gelungen, das mehrfach gestrandete Tier zu fangen und aufs offene Meer zu ziehen. Aber nur einen Monat darauf fand man seinen toten Körper vor Dänemark.

Eine genaue Autopsie soll nun klären, woran das Tier gestorben ist. Die Wildtiermedizinerin Kerstin Alexandra Dörnath hat gegenüber „T-Online“ schon eine Vermutung geäußert: „Timmy“ sei womöglich ertrunken, nachdem man ihn in tiefere Gewässer gebracht hatte. Schwere Verletzungen, insbesondere an seiner Schwanzflosse, hatten kürzlich die Diskussionen um die Rettungsaktion wieder angeheizt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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